Landesliga: Es geht steil bergab

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Sascha Wolf, der mehr als nachdenkliche Günnigfelder Coach. FOTO: Peter Mohr
Das war kein Fußballsonntag nach dem Geschmack der beiden Wattenscheider Landesligisten. Während der VfB Günnigfeld nach dem 0:3 gegen Hilbeck nun die „rote Laterne“ übernommen hat, zog sich SW Wattenscheid 08 bei Firtinaspor Herne mit einem 1:2 knapper aus der Affäre, rutscht aber auch weiter Richtung Tabellenkeller ab.

Nach einer verschlafenen ersten Halbzeit lagen die Dickebank-Kicker auf dem Aschenplatz in Wanne zum Seitenwechsel schon mit 0:2 im Hintertreffen. Dennoch hätte alles ganz anders kommen können, wenn Majid El Chakif in der 63. Minute mit einem Strafstoß nicht am Keeper gescheitert wäre. Vor Wochenfrist hatte der Kapitän gegen Linden noch zweimal vom „Punkt“ getroffen. Eine Viertelstunde vor Schluss gelang dem eingewechselten Ex-Hevener Maximilian Steegmann nur noch der Anschluss. „Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Remis nicht unverdient gewesen“, meinte 08-Geschäftsführer Dittmar Jacobi nach der Partie.

Anders in Günnigfeld – dort haderte man nicht mit dem Ergebnis, sondern mit der desolaten Leistung des eigenen Teams. Der VfB hat offensichtlich die fußballerischen Grundtugenden völlig abgelegt und gegen eine fußballerisch keineswegs dominante, aber als kollektiv starke Truppe aus Hilbeck völlig verdient mit 0:3 verloren.
Auf Seiten der Hausherren war vor allem im kämpferischen Bereich wenig zu sehen. Und immer wieder eklatante Probleme in der Hintermannschaft – angefangen bei Schlussmann Björn Läßig, der mit etlichen Patzern zur Verunsicherung seiner Vorderleute nicht unwesentlich beitrug. Auch die wiederholten Umstellungen in der Defensive – diesmal bildeten Julian Kaczmarek und Alexander Kriesten die Innenverteídigung – sind bisher nicht von Erfolg gekrönt. Ein Distanzschuss von Max Schreier nach einer guten halben Stunde war die einzig nennenswerte VfB-Offensivaktion im ersten Durchgang. Nachdem die Gäste im Anschluss an eine Standardsituation die Führung erzielt hatten, gab es nur noch eine hochkarätige Möglichkeit, als Marvin Fahr aus kurzer Entfernung am starken Gästekeeper Sander gescheitert war. Da agierte der VfB bereits in Unterzahl, da sich Julian Winschewski 60 Sekunden zuvor eine rote Karte eingehandelt hatte. Offensichtlich hatte er sich bei einer Spielunterbrechung zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen.
Die Gäste aus dem Kreis Soest lauerten gegen die dezimierten Hausherren auf Konterchancen, nutzten eine solche in der 73. Minute zum zweiten Treffer, ehe Björn Lässig dem Gast Tor Nummer drei auf dem Silbertablett kredenzte.
Es war die dritte VfB-Niederlage in Folge, und es war nicht die Niederlage, sondern die Art und Weise des Zustandekommens, die zu großer Besorgnis Anlass gibt,

Weitere Fotos von der Kirchstraße in unserer Bildergalerie http://www.lokalkompass.de/wattenscheid/sport/foto...
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