Leichtathletik: Reus knackt die WM-Norm

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Julian Reus schaffte die WM-Norm. FOTO: Peter Mohr
Beim Leichtathletik-Meeting in Regensburg hat Sprinter Julian Reus für das Highlight aus Wattenscheider Sicht gesorgt. Mit der DLV-Staffel knackte er die Norm für die WM in Moskau.


Die 4x100-Meter-Staffel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mit dem Wattenscheider Julian Reus auf Position drei die Norm für die Weltmeisterschaft (38,80 sec) klar erfüllt. Das DLV-Quartett rannte in 38,41 Sekunden zum Sieg vor Schweden und einem deutschen U20-Team mit Wattenscheids Maximilian Ruth (40,40 sec).
„Uns war klar, dass wir es schaffen würden, und die Zeit ist auch sehr ordentlich“, sagte Julian Reus, der auch mit einer sehr guten 200-Meter-Zeit aufwarten konnte: 20,68 Sekunden bei anständigem Gegenwind, das ist so weit von der WM-Norm von 20,50 Sekunden nicht mehr entfernt. „Ich bin sehr zufrieden“, so Reus, „ohne Gegenwind hab ich die Norm auf jeden Fall drauf! Jetzt ist es gut nach den vielen Wettkämpfen, auch mal ein Wochenende ohne Sprints zu haben. In zwei Wochen geht es bei der Team-EM weiter.“ Über 100 Meter zeigte sich Reus im Vorlauf, wo er mit 10,35 Sekunden schnellster Wattenscheider war. Auf das Finale, in dem Wattenscheids Christian Blum Achter wurde (10,69 sec), verzichtete er dann angesichts seines Mammut-Programms.

Doppelsieg im Hochsprung

Im Hochsprung sorgten Nadja Kampschulte (1,88 m) und Nele Hollmann (1,86 m) für einen Wattenscheider Doppelsieg. Kampschulte stellte ihre persönliche Bestleistung ein, Hollmann verbesserte sich sogar um einen Zentimeter. Und: Beide knackten die Norm für die U23-Europameisterschaft (1,86 m)! „Es war toll, endlich geschafft“, war Trainerin Brigitte Kurschilgen erleichtert, „sie sind die Höhen auch souverän gesprungen. Uns fällt ein Stein vom Herzen. Jetzt geht es am kommenden Wochenende bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften weiter.“ Im Weitsprung wurde Lisa Kurschilgen mit 6,08 Metern Vierte.

Über 400 Meter Hürden wurde Wattenscheids Mirko Schmidt als Sieger seines Zeitlaufs in der Gesamtabrechnung Vierter – und das mit der neuen Saisonbestleistung von 50,76 Sekunden. „Kann eine richtig gute Saison werden“, so Trainer Dietmar Ragsch.

Maike Dix wurde über 200 Meter mit 23,79 Sekunden insgesamt Fünfte. Mit der DLV-II-Staffel kam sie hinter dem „ersten Anzug“ des deutschen Verbands auf Rang zwei (44,30 sec). Olympiateilnehmerin Maral Feizbakhsh belegte über 400 Meter in der Gesamtabrechnung mit 55,25 Minuten Rang sechs. Über 100 Meter Hürden wurde Pamela Dutkiewicz bei viel Gegenwind mit 13,92 Sekunden Siebte.

Jonas Beverungen wurde über 1.500 Meter in 3:50,02 Minuten Fünfzehnter. Im Rahmen der „Laufnacht“ wurde 01-Läufer Moritz Helsper Dritter über 800 Meter (1:53,59 min). U20-Starter Bastian Degen belegte Rang vier (1:55,04 min). Nachwuchsläufer Marius Probst stellte mit 3:55,70 Minuten eine persönliche Bestzeit über 1.500 Meter auf. „Ich traue ihm noch eine weitere Steigerung zu“, sagte Coach Markus Kubillus. „PB“ auch für Marvin Verheyen (Jahrgang 95) über 400 Meter: 49,84 Sekunden. „Nicht schlecht für einen angehenden 800-Meter-Läufer“, meinte Kubillus.

Zum Abschluss eines langen Tages in Regensburg präsentierten sich Jannis Töpfer und Hendrik Pfeiffer auf den für sie eher untypischen 5.000 Metern. Töpfer wurde Fünfter (14:21,08 min), Pfeiffer Achter (14:27,43 min). „Jannis hat viel fürs Tempo getan, ein gutes Ding“, fand Trainer Tono Kirschbaum, „für Hendrik ist immerhin eine persönliche Bestzeit herausgesprungen.“
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