SGW: Glowacz-Kunstschuss bringt verdienten Sieg

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Manuel Glowacz' spielentscheidender Freistoßtreffer war sein siebtes Saisontor. Foto: Peter Mohr
Die SG Wattenscheid 09 siegte am Freitag im Lohrheidestadion mit 1:0 (0:0) gegen die SSVg Velbert und rückte damit auf den vierten Tabellenplatz vor. Es war ein mehr als verdienter Erfolg, bei dem etliche gute Torchancen ausgelassen wurden.


Die SGW lief in der zu erwartenden Formation auf, den Platz in der Innenverteidigung für den gelb-gesperrten Kapitän Mario Klinger nahm Felix Clever ein. Ansonsten vertraute Coach Farat Toku vor knapp 600 Zuschauern dem gleichen Team wie gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach. Nico Buckmaier hatte seine Erkältung auskuriert und konnte auflaufen. Bei den Gästen saß Ex-09er Milko Trisic nur auf der Bank und musste eine knappe Stunde lang auf seinen Einsatz an seiner alten Wirkungsstätte warten.
"Ich bin heilfroh über den knappen, aber verdienten Sieg. In den ersten 20-25 Minuten haben wir Klasse gespielt. Es war wichtig, dass wir zu Null gespielt haben und die Jungs auch daran geglaubt haben, das 1:0 über die Zeit zu retten", meinte Coach Farat Toku nach dem Abpfiff und der ersten erfolgreich bewältigten Etappe der kräftezehrenden englischen Wochen.

Viele frühe Chancen
Ein anderer Ex-09er, Velberts Kapitän Niklas Andersen, machte den ersten gefährlichen Angriff der Hausherren in der 8. Minute zunichte, als er nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite das Zuspiel von Chris Braun auf Eren Taskin verhindern konnte.
Zwei Minuten später tauchte Nico Buckmaier nach einem langen Pass von Felix Clever frei vor Velberts Schlussmann Sprenger auf, der jedoch den Schuss aufs kurze Eck entschärfen konnte. Die 09er waren die deutlich aktivere Mannschaft, hatten wenig später im 15-Sekunden-Takt zwei „Hochkaräter“ durch Eren Taskin und Nico Buckmaier, doch wieder konnte sich Sprenger im Velberter Kasten auszeichnen.
Bei den Gästen dauerte es bis zur 26. Minute, ehe sie zum ersten Mal das Wattenscheider Tor behelligten. Der Fallrückzieher des Top-Goalgetters Hagemann verfehlte das Ziel aber.

Taskin ans Aluminium
Danach wurde die Partie offener, ohne dass die Pawlak-Truppe zu glasklaren Möglichkeiten kam. Anders die Hausherren – nach einem Glowacz-Freistoß scheiterte Kaya mit einem Kopfball (38.), und direkt vor dem Pausenpfiff jagte Eren Taskin das Leder von der Strafraumgrenze ans Aluminium der Querlatte.
Und die SGW knüpfte nach dem Seitenwechsel nahtlos an ihr gutes Offensivspiel an.

Glowacz traf beim zweiten "Kunstschuss"
Nach einem Foul an Koray Kacinoglu zirkelte Manuel Glowacz einen Freistoß in der 49. Minute hauchdünn am Tor vorbei. Doch drei Minuten später dann der erlösende Torjubel in der Lohrheide. Diesmal war Güngör Kaya kurz vor dem 16-Meter-Raum gefoult worden, und Manuel Glowacz verwandelte den anschließenden Freistoß mit einem gekonnten Schlenzer über die Mauer.
Der kurz zuvor eingewechselte Ex-Profi Dogan gab nach etwas mehr als einer Stunde ein offensives Lebenszeichen der Gäste ab, doch sein Volleyschuss ging knapp am SGW-Kasten vorbei. In der 71. Minute bot sich Dogan dann der nächste „Hochkaräter“, doch nach einem Hagemann-Zuspiel von rechts trat er am „zweiten“ Pfosten über das Leder. In dieser Phase lag ein Gegentor in der Luft. Die Hausherren konnten sich erst zehn Minuten vor Schluss wieder befreien und ihrerseits Chancen heraus spielen. Güngör Kaya nahm einen Ball etwas überhastet volley (80.), und Nico Buckmaier verpasste bei einer Überzahlsituation den finalen Pass zu spielen.
Tiefes durchatmen bei den 09-Fans in der 87. Minute, als Velberts eingewechselter Angreifer Sburlea frei im Strafraum auftaucht, aber mit einem schwachen Heber an Schlussmann Edin Sancaktar scheiterte. In der Nachspielzeit ließen die Hausherren noch eine gute Konterchance ungenutzt, als Eren Taskin das Leder nicht präzise zu Güngör Kaya passte.
Nach 95 Minuten dann der erlösende Abpfiff von Schiedsrichter Bläser. Keine Frage – es war ein hochverdienter SGW-Erfolg, aber in Sachen Chancenverwertung ist noch „reichlich Luft nach oben.“
Bereits am Dienstag geht es im Westfalenpokal mit dem Heimspiel gegen den SC Hassel weiter – möglicherweise wird die Partie auf dem Kunstrasen an der Berliner Straße ausgetragen.

Sancaktar, Braun, Clever, Schneider, Kacinoglu, Mohammad (75. Kasela Mbona), Meier, Glowacz, Buckmaier (89. Tobor), Taskin, Kaya


Tore: 1:0 Glowacz (52.)

Gelbe Karten: Glowacz (29.)
2
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