SGW klettert auf Platz vier

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Torjubel kann so schön sein: Daniel Keita-Ruel (rechts) freut sich über seinen vierten Saisontreffer mit Jonas Erwig-Drüppel. FOTO: Peter Mohr
Durch den 2:0-Auswärtssieg am Samstag bei der TSG Sprockhövel klettert die SGW auf den vierten Tabellenplatz und betrieb überdies beste Eigenwerbung für das Nachholspiel am Mittwoch im Lohrheidestadion gegen den Nachwuchs des 1FC Köln.

„Ich denke, über die gesamten neunzig Minuten waren wir spielbestimmend, und unser Sieg war nie gefährdet“, so Trainer Farat Toku nach der Partie. Der 09-Coach hatte der gegen Oberhausen siegreichen Formation auch auf dem Kunstrasen am Sprockhöveler Baumhof wieder sein Vertrauen geschenkt. Anpassungsprobleme an den ungewohnten Untergrund waren – trotz der spielerischen Dominanz – unübersehbar. Bereits in der 9. Minute hatte der Wattenscheider Anhang den Torschrei auf den Lippen, doch Daniel Keita-Ruels Linksschuss aus spitzem Winkel konnte TSG-Schlussmann Benz gekonnt parieren. Acht Minuten später war dann aber auch der Keeper machtlos, als nach einem Freistoß von Manuel Glowacz das Leder über „Umwege“ den Weg zum aufgerückten Innenverteidiger Felix Clever fand, der am langen Pfosten abstauben konnte.
Mit der Führung im Rücken wurden die 09-Aktionen strukturierter, das Passspiel gewann an Sicherheit, einige Male fehlte aber beim Anspiel ins „letzte Drittel“ die nötige Konzentration.
Bei allem Bemühen der noch sieglosen Hausherren. Richtig gefährlich kamen sie nur einmal vor das 09-Tor. Dudda prüfte in der 26. Minute Schlussmann Edin Sancaktar mit einem kapitalen Flachschuss aus der Distanz.
Unmittelbar vor dem Pausenpfiff legte die Toku-Truppe dann den zweiten Treffer nach. Der fleißige Ballverteiler Matthias Tietz war zunächst mit einem Flachschuss am linken Pfosten gescheitert, und den Abpraller versenkte Daniel Keita-Ruel.

Glowacz traf Alu
Der zweite Durchgang brachte dann kein fußballerisches Feuerwerk mehr, sondern eine routiniert-abgeklärte Vorstellung, die mit einigen „Highlights“ versehen wurde. Manuel Glowacz traf in der 50. Minute per Freistoß – voraus gegangen war ein Foul an Kapitän Nico Buckmaier – nur den Querbalken, zwanzig Minuten später hatte Berkant Canbulut an seiner alten Wirkungsstätte den Ball uneigennützig auf Manuel Glowacz quergelegt, der dann aus kurzer Distanz am Keeper gescheitert war, und in der 76. Minute traf Daniel Keita-Ruel nach einem „Zuckerpass“ des eingewechselten Burak Kaplan nur das Außennetz.
Es war vor 700 Besuchern (davon zwei Drittel aus Wattenscheid) ein hochverdienter Sieg der neu zusammengestellten Toku-Truppe, die gezeigt hat, dass sie taktisch schon sehr diszipliniert agiert und sich auch bestens mit den ungewohnten Bedingungen arrangiert hat. Dazu gehört auch jede Menge Team-Spirit, den der Coach auch außerhalb des Platzes immer wieder zu vermitteln weiß – wie am letzten Montag mit einem Mannschaftsessen im Forsthaus Gysenberg in Herne.

Dias: Verdacht auf Kreuzbandriss
Für einen Wermutstropfen sorgt allerdings die Nachricht von Fabio Dias' Verletzung. Der Neuzugang von Viktoria Köln hatte sich am Mittwoch im Training eine Blessur zugezogen, deren Ausmaß schlimmer zu sein scheint als man befürchtet hatte. Zwar steht noch ein MRT aus, doch zwei Mediziner waren sich in ihrer Diagnose einig: Kreuzbandriss.

Sancaktar, Traoré, Clever, Tanidis, Langer, Tietz, Canbulut (70. Kaplan), Glowacz, Buckmaier, Erwig-Drüppel (79. Tumbul), Keita-Ruel (86. Hönicke)

Tore: 0:1 Clever (17.), 0:2 Keita-Ruel (44.)

Gelbe Karten: Traoré (4.), Tietz (21.)

Weitere Fotos aus dem Baumhofstadion in unserer Bildergalerie http://www.lokalkompass.de/wattenscheid/sport/eind...
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