SGW: Trotz Niederlage noch über dem Strich

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Burak Kaplan (Mitte) hatte die SGW früh in Führung gebracht. Dennoch ging es mit leeren Händen auf die Heimreise. FOTO: Peter Mohr
Es war bitterkalt in Wiedenbrück, und die Partie war für die SG Wattenscheid 09 auch nicht zum Erwärmen. Die Klöpper-Truppe unterlag nach einem insgesamt schwachen Spiel mit 1:2 (1:1), bleibt aber dank der Ergebnisse auf den anderen Plätzen weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz.

Die Startformation der 09er bot im Jahnstadion keine Überraschungen. Für den verletzten Felix Clever stand erwartungsgemäß Collin Schmitt, der reichlich Probleme hatte, hinten rechts in der Dreierkette, und den offensiven Part von Gelbsünder Eren Taskin nahm Ridvan Avci ein, der über die volle Spielzeit ziemlich unauffällig agierte. Damit sind die Probleme der SGW bereits benannt – der mehr als dünn besetzte Kader.

Zaskoku verzichtete
Da Ex-Kapitän Fatlum Zaskoku auf die Fahrt nach Wiedenbrück verzichtet hatte und die Zeichen offensichtlich auf Trennung stehen, und zudem Jules Schwadorf nach 45 Minuten verletzt in der Kabine geblieben war, agierte im zweiten Durchgang quasi das letzte 09-Aufgebot gegen einen wahrlich spielerisch auch nicht überwältigenden Tabellensiebten.
Die Partie hatte vor rund 500 Zuschauern mehr als furios begonnen, denn nach dicken Patzern in beiden Abwehrformationen stand es nach drei Minuten bereits 1:1. Die 09er fahren zunächst nach haarsträubenden Aussetzern in der Wiedenbrücker Defensive durch Burak Kaplans zweiten Saisontreffer nach 70 Sekunden in Führung gegangen, doch direkt nach Wiederanstoß und nach einem Ball Richtung 09-Kasten hatte sich Schlussmann Tim Boss beim Herauslaufen bös' verschätzt und dadurch den Ausgleich durch Erdogmus ermöglicht.
Die nächste gefährliche Aktion gab es dann wieder in der anderen Richtung. Lukas Oppermann passte den Ball etwas zu lang nach links in die Spitze, so dass Felix Stahmer das Leder nicht mehr erreichen konnte.
Immer wieder boten sich auf der rechten Wiedenbrücker Abwehrseite riesige Löcher, doch Felix Stahmer fehlte in einigen Situationen die nötige Entschlossenheit, um gefährlich zum Abschluss zu kommen. Wenn vor dem 09-Kasten Gefahr drohte, dann war zumeist Wiedenbrücks Wassey beteiligt, gegen den Tim Boss zweimal in aussichtsreichen Situationen klären konnte.
Vor dem Seitenwechsel gab es auch noch eine vielversprechende Möglichkeit für die 09er, als sich Stahmer links durchsetzen konnte, Lukas Oppermann seinen Rückpass auf Ridvan Avci durchlaufen ließ, doch der Ex-Hattinger jagte das Leder über den Kasten.

Tobor wählte den falschen Weg
Zu Beginn der mehr als zerfahrenen zweiten Halbzeit, die nur selten Regionalliganiveau bot, haderte die SGW zweimal mit Abseitsentscheidungen des Unparteiischengespanns. In der 55. Minute hatte Sascha Tobor, einer der auffälligsten 09er in Wiedenbrück, nach einem misslungenen Ausflug von Wiedenbrücks Schlussmann Hölscher das Leder erobert. Doch statt von der Strafraumgrenze auf das leere Tor zu schießen, wählte der Ex-Gladbacher den Pass zu Lukas Oppermann, der allerdings im Abseits stand.
Glück hatte die 09-Hintermannschaft in der 69. Minute, als der aufgerückte Abwehrspieler Sumelka nach einem Eckball freistehend aus fünf Meter den Ball neben das Tor köpfte. Die Entscheidung in einer Partie, die eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte, fiel zehn Minuten vor dem Ende, als Wiedenbrücks Kapitän Rogowski in Linksaußenposition nicht energisch beim Flanken gestört wurde. Zunächst scheiterte Zech am Aluminium, und dann staubte ausgerechnet Kamil Bednarski, der als Jugendlicher das 09-Trikot getragen hat, zum spielentscheidenden 2:1 ab.

Boss, Schmitt, Mohammad, Schneider, Tobor, Stahmer (82. Tumbul), Grummel, Kaplan, Avci, Oppermann, Schwadorf (46. Saka)

Gelbe Karten: Burak Kaplan (8)

Mehr Fotos aus Wiedenbrück in unserer Bildergalerie http://www.lokalkompass.de/wattenscheid/sport/eind...
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