Konzert-Highlight im Hochregallager: Festival-Orchester kommt mit Stargeiger Josef Lendvay

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Josef Lendvay (Foto: Agentur)
 
Ein ungewöhnlicher Spielort! (Foto: Archiv)

Die Premiere im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg – nun wird ein weiteres Konzerthighlight der Extraklasse an einem ungewöhnlichen und ungewohnten Konzertort in Hamminkeln erwartet: Bereits zum zweiten Mal tritt das m:lw Festival Orchester unter der Leitung von Maciej Tworekim Hochregallager des Bauzentrum Borgers auf und präsentiert am Samstag, 25. Juli, ein sowohl ansprechendes als auch anspruchsvolles Klassik-Programm, das musikalisch einen weiten Bogen spannt.

Die Ouvertüre zu „Die Geschöpfe des Prometheusop 46“ von Ludwig van Beethoven eröffnet den Abend, bevor ein Weltstar die Bühne betritt: Bereits im vergangenen Jahr konnte Jozsef seine Zuhörer zunächst mit dem Mendelssohn Violinkonzert faszinieren und mit einer fulminanten Paganini- Zugabe begeistern. Im Sommer 2015 schließt sich der Kreis, und der ungarische Stargeiger wird mit dem seinerzeit als unspielbar geltenden Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 6 des Teufelsgeigers Niccolo Paganini brillieren. Jozsef Lendvay gehört zu den ganz wenigen Geigern, die Paganini wie Paganini spielen können.

Der vielfache Preisträger, der im vergangenen Jahr den „Echo Klassik“ gewann, istauf allen großen Bühnen der Welt zu Hause und bringt erneut ein außergewöhnliches Instrument mit nach Hamminkeln: Er spielt die „Stradivari ex Ries 1692“, die ihm von der Reinhold Würth-Kulturstiftung zur Verfügung gestellt wird.

Im zweiten Teil des Abends steht Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie, f-Dur op. 68, die „Pastorale“ auf dem Programm.Als Vorläufer späterer Programmmusik hat Beethoven dieser Sinfonie die Eindrücke eines (Stadt-)Menschen in der Natur und pastoraler (= ländlicher) Umgebung zugrunde gelegt. Jeder der fünf Sätze behandelt dabei eine Situation, die sich zu einem Gesamtwerk zusammenfügen. „Sinfoniacaracteristica“ und „Sinfoniapastorella“ hieß die 6. Sinfonie in den ersten Skizzen, erst bei der Drucklegung nannte Beethoven sie „Pastoral-Sinfonie oder Erinnerungen an das Landleben“.

Die »m:lw Festival Philharmonie« ist das Orchester der »pendereckimusik:akademiewestfalen«, die im Sommer 2015 zum vierten Mal im Rahmen des Klassik-Sommerfestivals »musik:landschaftwestfalen« stattfindet. Unterstützt von der Stadt Borken und in enger Zusammenarbeit mit Hochschulen und Konservatorien aus aller Welt wurden in den letzten Wochen hochtalentierte Studierende und Absolventen eingeladen, an diesem Sommercampus vom 7. bis 26. Juli teilzunehmen.

Sie leben im Sommer gemeinsam in der Jugendburg Gemen, proben in Einzelgruppen oder als Orchester und treten persönlich in Kontakt mit Musikinteressenten und Förderern des Festivals und der Orchester-Akademie. Öffentliche Proben und Konzertaufführungen dokumentieren, wie sich junge virtuose Solisten aus unterschiedlichen musikalischen Traditionen in einem gemeinsamen Klangkörper zusammenfinden. An insgesamt sieben Standorten tritt die »m:lwFestival Philharmonie« mit unterschiedlichen Programmen auf.

Die »musik:landschaftwestfalen« hat es sich zum Ziel gesetzt, an besonderen Orten klassische Konzerte in einem geselligen, erlebnisorientierten Rahmen zum Erlebnis für alle Sinne werden zu lassen. Ein solch ungewohnter Ort ist das Hochregallager des Bauzentrum Borgers, an dem die »musik:landschaftwestfalen« und der Rotaryclub Lippe-Isseldas Konzert gemeinsam veranstalten.

Der Rotary Club Lippe-Issel wurde im Jahr 2008 gegründet und setzt sich aus 46 Frauen und Männern aus den unter- schiedlichsten Berufsgruppen zusammen. Der RC engagiert sich bei verschiedenen internationalen Hilfsprojekten und unterstützt beispielsweise gemeinsam mit anderen Rotary-Clubs ein Projekt zur Dorfentwicklung in Äthiopien.

Krzysztof Penderecki ist der künstlerische Leiter der gleichnamigen »musik:akademiewestfalen«. Der polnische Komponist und Dirigent ist weltweit angesehen als herausragender Künstler der Gegenwartsmusik. Krzysztof Penderecki wirkte früh über die Grenzen seines Heimatlandes Polen hinaus. Besonders eng ist seine Beziehung zum westfälischen Kulturraum: Penderecki wurde in der westlichen Gegenwart durch die Uraufführung seiner „Lukas-Passion“ 1966 im Dom zu Münster bekannt und wirkte als Dozent an der Folkwang-Schule in Essen. 2009 eröffnete er als künstlerischer Leiter die «musik:landschaftwestfalen« und leitet seit 2012 die in Borken beheimatete Sommerakademie.

Tickets für beide Konzerte sind erhältlich bei Lotto-Tabak-Zeitschriften Carsten Biggel, Molkereiplatz 1, Hamminkeln, unter der Hotline 02861/703 8586 sowie an allen CTS- und Proticket-Vorverkaufstellen (Infos unter http://www.musiklandschaft-westfalen.de)
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