Schülerausstellung des KDG: „Mein Wesel“ am 03.Juni 2016

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Wesel: Konrad-Duden-Gymnasium |
Der Förderverein
des Konrad-Duden-Gymnasiums
lädt herzlich ein
zu seiner Schülerausstellung 2016



„Mein Wesel“ - an dieser aktuellen Ausstellung des KDG zum Stadtjubiläum „775 Jahre Wesel“ haben alle Schüler/-innen der Oberstufen-Kunstkurse des Konrad-Duden-Gymnasiums gemeinsam mitgewirkt.
Die Fotoserie der Q2 „Urbane Landschaft“ beschäftigt sich mit urbanisierten Gebieten und den komplexen Wechselbeziehungen zwischen naturräumlichen Bedingungen und dem menschlichen Wirtschaften und Handeln im Stadtraum Wesel.
Es geht um den zeitabhängigen Blick auf das Verhältnis des Menschen zur natürlichen bzw. zur gebauten Landschaft in ihrer eigenen Stadt. Dabei sollten mit den Mitteln der Fotografie und der digitalen Bildbearbeitung aussagekräftige Bildkonstruktionen erstellen werden, die den subjektiven Gestaltungsmöglichkeiten der Malerei entsprechen und einen künstlerischen Blick auch auf aktuelle Themen ermöglichen.
In einem zweiten Schritt bearbeiteten die Schüler/-innen, inspiriert durch Gerhard Richter, die entstandenen Schwarz-weiß-Fotografien durch Übermalung mit bunten Acrylfarben so, dass die Bildaussage verstärkt oder umgekehrt wurde, dabei achten sie bei der Umsetzung darauf, dass der angestrebte Effekt mit möglichst wenig Farbe erzielt wurde.
Um einen sehr persönlichen Blick ging es auch in den Arbeiten der Schüler/-innen der EF – „Der Blick aus meinem Fenster“ präsentiert Zeichnungen, die mit Hilfe eines Handyfotos und den raumschaffenden Mitteln der Perspektive etwas sehr Vertrautes wiedergeben, ein Stück Heimat.
William Kentridge zeigt in seinem Animationsfilm „Felix in Exile“ seinen künstlerischen Blick auf den Verlust von Heimat. Er verwendet unterschiedliche Mittel um aus seinen Zeichnungen durch Überarbeiten, Ausradieren, Übermalen und Zerreißen etwas Neues entstehen zu lassen.
Die Schüler/innen versuchen ihrerseits, „Verlust von Heimat“ zu verbildlichen indem sie ihre, mit Liebe zum Detail gestalteten Zeichnungen „Der Blick aus meinem Fenster“, verfremden, zerschneiden, zerknittern und/oder zerstören und in einen neuen Kontext stellen. Aktuelle Ereignisse und neue Mitschüler aus anderen Kulturkreisen beeinflussen nachhaltig die Schülerarbeiten.
Wesel erhielt 1241 durch den Junggrafen Dietrich von Kleve die Stadtrechte, seinen Ehrennamen „Vesalia hospitalis“ erhielt Wesel 1578 von flämischen Religionsflüchtlingen, die sich in unserer Stadt herzlich aufgenommen fühlten. Schüler/-innen der Q1 entwarfen eine neue Figur, eine neue Vesalia Hospitalis, die den Gedanken der Gastfreundlichkeit unter modernen und aktuellen Aspekten zum Ausdruck bringt.
Der Rhein ist für Wesel die Lebensader, wie ein blaues Band schlängelt er sich durch die Landschaft. Dieses „Blaue Band“ strickten die Schüler/-innen der EF, versahen es mit „Flaschenpost“ und gratulieren auf diese Weise der Stadt zu ihrem 775igsten Geburtstag.
Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist der Esel. Inspiriert vom spanischen Künstler Isaac Cordal und seinen Miniatur-Skulpturen modellierten die Schüler/-innen Esel in Wesel, gestalteten sie farbig, setzten sie in einen städtischen Kontext und fotografierten dann, unter Berücksichtigung fotografischer Gestaltungsmöglichkeiten mit Schwerpunkt Komposition, den Esel so, dass ein ganz neuer Zusammenhang entsteht.
Aber nicht nur die Stadt und ihre Umgebung boten zahlreiche Möglichkeiten gestalterischer Annäherung, auch die Menschen, die heute in dieser Stadt leben sind bildwürdig. Das Projekt der Q1 - “Wer bin ich - mein Wesel“ – zeigt Selbstporträts der Schülerinnen und Schüler an einem selbstgewählten, passenden Ort mit einem bedeutsamen historischen Hintergrund. In Kostümen aus einer Zeit in der an diesem Ort etwas Besonderes geschah, das die Schüler/-innen in der Auseinandersetzung für sich persönlich als bedeutungsvoll begriffen, wurden als Grundlage der hier zu sehenden Porträts Selfis erstellt.
Porträts bekannter, berühmter Weseler als Collagen aus unterschiedlichsten Materialien sowie Textbeiträgen, die in direkter Beziehung zu porträtierten Person stehen mussten, dürfen in einer solchen Ausstellung natürlich ebenfalls nicht fehlen.
Biografische Recherche, gedankliche Auseinandersetzung sowie ein Wörterbuch erforderte die Aufgabe der Q2, ein Stillleben als Rebus (Bilderrätsel) malerisch zu gestalten, hinter welchem sich ein bekannter Sohn oder Tochter der Stadt Wesel verbirgt - „Wer bin ich?“.
Dazu konnten Zeichnungen, Bilder, Buchstaben, kleine Objekte verwendet werden, die das Erraten der Person möglich, aber nicht zu einfach machen. Und das Alles noch unter Berücksichtigung kompositorischer Kriterien, die das Ganze auf den ersten Blick als Stillleben erkennen lassen und erst auf den zweiten Blick das Rebus offenbaren. Hier wird mehr als ein Blick notwendig, um das Bild zu entschlüsseln. Bitte verweilen Sie länger und raten Sie mit.
Wie in allen gezeigten Projekten, arbeiteten auch hier immer mehrere Schüler/innen in einem Projekt zusammen. Dadurch wird das Erlebnis, Kunstwerke gemeinsam zu gestalten, erst möglich. Die Schüler mussten dabei so einige Hürden nehmen. Sich auf ein gemeinsames Konzept, eine Idee, die von allen getragen wird, zu einigen, ist nicht immer einfach. Und dabei organisatorisch innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes alle kreativen Arbeitsprozesse so umzusetzen, dass innerhalb der Gruppe alle Fähigkeiten genutzt werden können, stellte eine große Herausforderung dar.

Musikalisch begleitet wird die Ausstellung von Mitgliedern des Convivium musicale Wesel.
Sie spielen Werke bekannter Komponisten, die in einer viel beachteten Einführung in die Musik: Practicae Musicae utriusque praecepta brevia ... („Beider Musiken – der einstimmigen musica choralis wie der mehrstimmigen musica mensuralis – kurzgefasste Regeln“) genannt werden.
Verfasst hat diese Einführung ein gewisser Oridruy, auch bekannt als Johannes van Bergeijk („Bergeiche“, latinisiert: Orithryus). Am 4. Januar 1572 wurde Oridryus zum Rektor der Schola christiana et reformata in Wesel berufen und hier schließt sich ein Kreis: Im 16. Jahrhundert hieß unsere Schule „schola christiana et reformata“, wobei christiana seit 1540 in Wesel evangelisch bedeutete, reformata dagegen für Reform von Lerninhalten und Lehrmethoden stand. Das erste Schulgebäude stand übrigens in der Niederstraße gegenüber dem Westportal des Willibrordi-Doms.


Am 03.06.2016, um 18.00 Uhr, in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums


Kontakt:
Konrad-Duden-Gymnasium
Barthel-Bruyn-Weg 54, 46483 Wesel
Telefon: 0281-64595
http://www.kdg-wesel.de
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