Auftaktveranstaltung: Stadtmarke Wesel

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Was fällt ihnen zur Hansestadt Lübeck als erstes ein? Wahrscheinlich „Marzipan“. Aber würden sie, nur um Marzipan zu kaufen nach Lübeck reisen? Wohl eher nicht. Marzipan bekommen sie auch in Wesel. Auf jeder Packung Lübecker Marzipan ist aber das Holsten-Tor - ein eindrucksvolles Beispiel spätmittelalterlicher Backsteingotik - abgebildet. Was liegt da näher, sich das Tor und eine guterhaltene Altstadt mit dem Buddenbrockhaus anzusehen? So reiste, nach einem engagierten Referat eines Schüler, der Bauingenieur werden wollte, eine Schulklasse des KDG vor etlichen Jahren nach Lübeck, obwohl zunächst ein anderes Reiseziel ausgeguckt war und kam begeistert wieder zurück. Ob ein Gegenbesuch stattgefunden hat, ist nicht überliefert.
Das der Schüler heute ein anerkannter Consultant und Marketing-Spezialist ist, spielt eigentlich keine Rolle. Den Wandel der Zeit kann keiner aufhalten.



Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Jubiläum „775 Jahre Wesel - Schöne Stadt!“ hatte am 25. August die Stadt Wesel und WeselMarketing zu einer Auftaktveranstaltung zur Entwicklung einer Stadtmarke Wesel in das Kulturspielhaus Scala interessierte Bürger*innen als Multiplikatoren eingeladen.

Es ging um die Frage: Wie kann Wesel mit einer Marke seine Bekanntheit erhöhen? „An dem Prozeß sollen viele Bürger*innen beteiligt werden“, betonte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, in ihrer Begrüßungsrede. „Wir müssen die Vorzüge unserer Stadt darstellen und die Stärken stärken“, fuhr sie fort. Eine Stadt kann als soziales System gesehen werden, wenn Bürger*innen Entscheidungen mittragen können, vermitteln sie sie auch nach außen.

Danach erläuterte Sebastian Zenker, Assistenzprofessor an der Copenhagener Business School, Abteilung Marketing, an Hand zahlreicher Beispiele aus der Werbung, z.B. woran denken sie, wenn sie an Coca Cola oder an Städte denken (z.B. Hamburg [Wasser, Hafen] oder Berlin [Brandenburger Tor], worum es geht. Was fällt ihnen zu Wesel ein? Nach Zenker liegt der Schwerpunkt auf die Kommunikationsarbeit: „Wie sehen die Weseler Wesel und wie sehen die Bürger*innen in der Region Wesel. Welche positiven Themen gibt es?“ Aus der Gruppendynamik ist bekannt, dass Wahrnehmungen variieren, deshalb ist es wichtig, die Sicht von „außen nach innen und von innen nach außen“ einzufangen. Dabei ist die „Mund-zu-Mund-Propaganda“, so Zenker, „ein wichtiges Instrument“.

Das weitere Vorgehen erklärte Thomas Brocker, Citymanager, ist wie folgt geplant:

1. Bürgerbefragung September
(Die Befragung erfolgt über Internet und Handzettel, das Ausfüllen dauert circa
10 Minuten. Alle Bürger*innen sollten sich die Zeit nehmen. Weitere Informationen
werden im Weseler angekündigt.)

2. Auswertung der Befragung Oktober

3. Storytelling-Workshop November
(Geschichten motivieren)

4. Agenturauswahl Januar/Februar
(örtliche ./. außerörtliche Agentur)

5. Erste Kampagne Sommer 2017.
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