Junge Kolumne (Teil 2): Motivation als Pendel zwischen Lustlosigkeit und Pflichtgefühl

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Ob es um die Aufgaben geht, die zu erledigen sind oder um die Tatsache, dass man sich seit Wochen vorm Sport drückt: die Suche nach Motivation ist ein nur ein allzu gut bekanntes Thema, wenn nicht sogar bei manchen ein wirklicher Problemfall.

Von Fabia Furtmann


Sich für bestimmte Dinge aufzuraffen, erscheint oft schwierig. Besonders wenn es sich um Angelegenheiten handelt, die Mühe oder Engagement erfordern, tendieren wir oft dazu, diese vor uns herzuschieben und ihnen so lange wie möglich aus dem Weg zu gehen. Paradoxerweise wissen wir aber doch ganz genau, wie viel einfacher es wird, wenn wir eben solche sofort erledigen.
Jeder kennt das Gefühl des guten Gewissens, wenn man fast ein bisschen stolz auf sich selber ist. Aber wie kann es dann sein, dass wir uns trotzdem oft weigern, bestimmte Anliegen sofort in Angriff zu nehmen?

Was spornt uns an und warum fehlt uns manchmal einfach jegliche Motivation?
Zu aller erst lässt sich sagen, dass uns zunächst einmal die ganzen negativen Aspekte vorschweben, wenn es darum geht, eine Aufgabe zu Ende zu bringen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Sport, den man zu gerne versucht zu vermeiden. Man weiß genau, dass es der Gesundheit und somit auch einem selbst zu Gute kommt.

Dennoch sieht man erst einmal nur den erforderlichen Kraftakt. Man weiß auch, dass man sich immer selber antreiben muss, was Mühe und Strapaze zugleich sein kann,
weshalb man sich jedes Mal währenddessen fragt, ob das Ergebnis es wirklich wert ist. Aber geht es dabei wirklich nur um das Ergebnis?

Jedoch steckt mehr dahinter als der Gedanke daran, einmal um den Block gelaufen zu sein oder der Abgabetermin einer Hausaufgabe im Falle eines Schülers. Es geht darum, über sich selber bestimmen zu können, Disziplin zu erlangen und zu trainieren. Natürlich steht dabei das Ziel im Fokus, beispielsweise gesünder zu leben oder die freie Zeit zu genießen, wenn man früher mit den Aufgaben fertig ist.

Dies ließe sich aber auch wesentlich leichter erreichen, wenn man täglich die nötige Motivation aufbringen könnte. Eine rein mentale Blockade erschwert uns dabei Vieles. Mit dem Ziel, dass man diese umgehen kann, muss man sich immer wieder vor Augen führen, welchen Erfolg man daraus ziehen kann, wie klein er auch sein mag.

Es geht lediglich darum, sich selbst in Selbstbeherrschung zu üben, also selbst über sich bestimmen zu können, egal, wie die Laune gerade ist. Somit ist die Anerkennung von Eltern, Vorgesetzten, Freunden etc., nach der viele (vor allen Dingen junge) Menschen streben, erst einmal nicht unbedingt maßgeblich. Unerlässlich ist sie aber
trotzdem nicht, da wir immer noch sozial lebende Individuen sind, denen die Aufmerksamkeit anderer von Bedeutung ist.

Obwohl die Suche nach Motivation eine große Relevanz im Leben hat, genießen wir doch letztendlich besonders die Stunden der Muße, wenn man endlich Alles erledigt hat und auch mal seinen Gefühlen und Neigungen freien Lauf lassen kann.
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