Wo die Gespinstmotte wütet - besorgte Bürgerfragen nach Spaziergängen in den Rheinauen

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Dieses Foto machte Thomas radtke am Quakenacker in Flüren. "Dort ist großflächig 'eingesponnen' - ziemlich bewegte Sache", meint er. (Foto: privat)

In den letzten Tagen erhielt der ASG, wiederholt Anrufe zu einem, in jedem Jahr auftretendem Phänomen: Bürger stellten, besonders im Bereich der Aue eine Vielzahl von, eingesponnenen Bäumen und Sträuchern fest, dies geht auf die in diesem Jahr besonders aktiven Gespinstmotten zurück.

Um die Sträucher und Baumkronen spannen diese Tiere gespinstartige Netze, die betroffenen Gehölze sehen aus, wie von weißer Gaze eingewickelt. "Begünstigt durch das warme Wetter in den vergangenen Wochen sind die Gespinstmotten diesmal besonders früh im Jahr aktiv", erklärt ASG-Grünchef Heinz-Georg Oberender.

Im Gegensatz zu den Eichenprozessionsspinnern, verursachen die Gespinstmotten keine gesundheitlichen Schäden. Die enormen Fraßschäden durch die Raupen beeinträchtigen lediglich die Wirtspflanzen in ihrer Vitalität. Die Pflanzen erholen sich in der Regel von dem Befall und treiben im selben Jahr wieder aus.

Die Gespinstmotten haben eine Flügelspannweite von ca. 20 Millimetern, der Körper ist ca. 10 mm lang. Im Juli und August legen die sehr schlanken Schmetterlinge ihre Eier auf dünnen Zweigen ab. Die grauen Raupen mit dunklen Punkten schlüpfen im Herbst und überwintern unter einer Sekretetschicht. Im darauf folgenden Frühjahr beginnen sie mit dem Fraß der austreibenden Blätter. Anschließend bauen sie ihre gespinstartigen Netze.

Zu den natürlichen Feinden der Gespinstmotte gehören Vögel und verschiedene Insektenarten. Daher ist eine chemische Bekämpfung nicht empfehlenswert, da ansonsten auch die natürlichen Feinde mit geschädigt werden, und somit das natürliche Gleichgewicht nicht gewährleistet ist.
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