Anlaufstellen für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen dürfen nicht in Frage gestellt werden

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Wie im letzten Bericht über die Situation zur Demenzversorgung im Kreis Wesel aufgrund von stark steigenden Fallzahlen dargestellt wurde, müssten die Stellenanteile in den Beratungseinrichtungen bereits jetzt erhöht und nicht gekürzt werden.

Zur Vorbereitung auf die bevor stehende Sitzung des Kreistages hat sich die SPD-Kreistagsfraktion erneut mit allen Themen befasst, die von dem sog. Jamaika-Bündnis auf den Prüfstand gestellt wurden.

„Wie von meiner Fraktion bereits mehrfach dargelegt wurde, müssen bestimmte Berei-che von der Streichliste genommen werden. Hierzu zählen auch die bisher gewährten Zuschüsse für die Demenzberatung– und gerontopsychiatrischen Fachberatungsstel-len im Kreisgebiet“, so beschreibt es der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Kiehlmann im Nachgang zur zurück liegenden Sitzung des Kreis-Sozialausschusses. „Natürlich ist es sinnvoll, sich nach anderen Geldgebern umzusehen, wenn es die gibt. Jedoch darf das nicht mit einer faktischen Budgetkürzung verbunden sein. Denn wie im letzten Bericht über die Situation zur Demenzversorgung im Kreis Wesel aufgrund von stark steigenden Fallzahlen dargestellt wurde, müssten die Stellenanteile in den Beratungseinrichtungen bereits schon jetzt erhöht und nicht gekürzt werden. Klar würde es weiteres Geld kosten, das Beratungspersonal aufzustocken. Jedoch ließen sich dadurch auch Ausgaben an anderer Stelle einsparen“, so Kiehlmann. „Denn inzwischen haben die Beratungsstellen einen großen Anteil an der Vermittlung von Demenzerkrankten in die Tagespflegeeinrichtungen und tragen dadurch auch viel zur Entlastung von Angehörigen bei. Alles Fälle, für die damit ein für den Kreis erheblich teurerer Heimaufenthalt zumindest hinausgezögert werden kann.

Ende des Jahres wird ein aktueller Bericht der Beratungsstellen vorgelegt werden, der hierzu weitere Erkenntnisse liefern wird.
Die SPD hält den bedarfsgerechten Ausbau der Leistungen für dringend erforderlich und wird diesen mit Nachdruck weiter einfordern. Wir werden dafür streiten, dass auf der Grundlage fundierter Erkenntnisse die notwendigen Mehrheiten für ein bedarfsgerechtes Beratungs- und Hilfeangebot zustande kommen.
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