Junge Union Wesel besucht Bauern Buchmann

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Im Rahmen ihrer Aktionsreihe „Wie geht’s Dir Wesel?“ besuchte die Junge Union Wesel am vergangenen Donnerstag den landwirtschaftlichen Betrieb Buchmann nahe der Bärenschleuse.
Nach einer interessanten Hofführung haben die JUler gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Birgit Nuyken, dem stellvertrenden Fraktionsvorsitzenden der CDU Reinhold Brands und der Landtagskandidatin Charlotte Quik eine Diskussion mit Herrn Buchmann geführt, bei der es darum ging, ob der Beruf des Bauern noch Zukunft hat und inwieweit die Politik in Wesel etwas an der aktuellen Situation verbessern kann.

Besonders die vielen Flächen, die im Zuge von Umweltschutz- oder Baumaßnahmen beansprucht werden und somit nicht mehr als Ackerland dienen können, seien laut Herrn Buchmann ein Problem. Zudem seien eine gute Infrastruktur und besonders der Zustand der Straßen von großer Bedeutung.
Natürlich machen aber auch die niedrigen Milchpreise den Milchbauern weltweit zu schaffen. Dabei würden nur wenige Cent schon einiges verändern und das Interesse der Verbraucher nach guter, regionaler Milch ist schließlich nicht vom Preis abhängig. Um gut wirtschaften zu können, würden schon 30 Cent pro Liter ausreichen, so der Landwirt. Das würde für den Endverbraucher einen Aufpreis von gerade einmal 10 Cent bedeuten.

Dass der Familienbetrieb liebevoll geführt wird, merkt der Betrachter sofort: „Ich kenne alle meine Tiere und kann zu jedem eine Geschichte erzählen.“, so Buchmann über seine insgesamt 160 Kühe. Damit zählt der Hof zu den größeren Betrieben der Branche.

In Bezug auf die Zukunftsfähigkeit des Berufes lässt sich auch eine Aussage treffen. Die Anfrage nach Ausbildungsplätzen auf dem Bauernhof sei nach wie vor recht groß, jedoch würde der Betrieb nicht ohne sein zweites Standbein überleben können.
Der Bauer hat vor einiger Zeit in eine Biogasanlage investiert, welche mithilfe eines umgebauten LKW-Motors und bestimmter Bakterien arbeitet und so aus Gülle Gas produziert.
Diese Methode der Gasherstellung hat viele Vorteile. Neben dem geringeren CO2-Ausstoß und der bei der Produktion entstehenden Wärmeenergie, die als Fernwärme noch weiter genutzt wird, bleibt als „Abfallprodukt“ ein Konzentrat der Gülle über, welches ebenfalls als Dünger dient. Mit dem Biogas versorgt der Hof viele Haushalte im Umkreis.

Landtagskandidatin Charlotte Quik zieht nach dem Besuch ein Fazit: „Wir haben hier heute mit dem Hof Buchmann einen bestens und breit aufgestellten Betrieb gesehen – das macht Hoffnung, dass auch zukünftig junge Menschen ihre berufliche Perspektive in der Landwirtschaft sehen. Aufgabe der Politik muss es sein, hier zu unterstützen und nicht, wie es derzeit seitens der rot-grünen Landesregierung oftmals der Fall ist, Steine in den Weg zu legen.“

Auch der Vorsitzende der JU, Sebastian Nuyken, fasst positiv zusammen: „Es war interessant zu sehen, wie ein moderner landwirtschaftlicher Betrieb abläuft. In der anschließenden Diskussion konnten wir Einiges mitnehmen, das wir in der Fraktion ansprechen wollen.“

Nach den drei Infoständen in der Innenstadt und der Hofbesichtigung bei Herrn Buchmann, steht nun noch eine Besichtigung bei der Firma Waagen Döhrn Mitte November auf dem Programm der Aktionsreihe „Wie geht’s Dir Wesel?“.
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