Wenn Glück zur Seelenhölle wird: Aus der Tagung des Runden Tisches Häusliche Gewalt

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Die Teilnehmer des Runden Tisches. (Foto: privat)

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November hat der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Wesel einen Fachtag zum Thema „Häusliche Gewalt und sexualisierte häusliche Gewalt“ veranstaltet.

Anhand eines Fallbeispiels zur Vorgehensweise bei der Beratung, erklärten Frau Getzlaff, von Frauen helfen Frauen e.V. Moers und Frau Peipe-Termath von der Frauenberatungsstelle Wesel, die Vielschichtigkeit ihrer Tätigkeit.

Frau Sasse, engagierte Rechtsanwältin unter anderem für den Bereich Opferschutz, hielt im Anschluss den Vortrag "Aktuelle Reformen des Sexualstrafrechts". Ihre intensive Auseinandersetzung mit dem Gesetzestext gab Frau Sasse in leichtverständlicher Sprache an die Teilnehmenden weiter.

Einen besonders eindrücklichen Vortrag hielt Herr Dr. Lüdke, der u.a. als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut tätig ist. Eine Entwicklungsweise von häuslicher Gewalt, beginnend mit Ironie, Zynismus und Sarkasmus als unterschwelligen Aggressionen, die früher oder später durchbrechen können, zeigte den schleichenden und erschreckenden Prozess von einer anfangs oftmals glücklichen Beziehung in eine gewalttätige Hölle auf.
Tenor des Vortrages war, dass den Opfern von häuslicher Gewalt immer wieder deutlich gemacht werden muss, dass die Schuld für die Tat alleine beim Täter liegt.

Die Teilnehmenden des Fachtages nahmen für sich auch den Hinweis mit, was eine besonders gute Hilfestellung für betroffene Personen ist.
Je größer die Wertschätzung, die einem Menschen in einer solchen oder ähnlichen schlimmen Situation zu Teil wird, desto schneller erfolgt die Heilung.
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