Mittendrin im Bürgerleben - aus der Jahresbilanz der Verbands-Sparkasse Wesel/Hamminkeln/Schermbeck

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Recht zufrieden (von links): Reinhard Hoffacker, Friedrich-Wilhelm Häfemeier, Ingo Ritter.

„Kalte Enteignung“. Ein ziemlich fieser Begriff, der infolge der europäischen Finanzkrise auch auf den Kleinsparer am Niederrhein durchwirkt. Beim Jahresbilanzgespräch der Verbands-Sparkasse Wesel erklärte Vorstandchef Friedrich-Wilhelm Häfemeier den Zusammenhang:

„Wir haben ein politisch gewolltes, niedriges Zinsniveau.“ Das treibe die Kunden in die Enge. Mit Sparzinsen allein können sie ihr Vermögen nicht erhalten, alternative Anlageformen sind notwendig.

Sachwerte wie Immobilien, Gold und Aktien gewinnen an Bedeutung. Eine Tatsache, die dem Bürger (= Sparer) unter anderem bei der Altersvorsorge helfen könne. Darauf hat auch die Verbands-Sparkasse ihre Beratungsarbeit eingestellt: „Wir haben unsere individuellen Angebote auf die Lebensphasen unserer Kunden abgestimmt, bei uns gibt‘s keine Produkte von der Stange!“, so Vorstandsmitglied Ingo Ritter.

Insgesamt überwiegt Zufriedenheit: Auf der Basis einer „robusten heimischen Wirtschaft“ habe man auch im Jahr 2012 die „Zwischenschwäche“ vom Vorjahresende auffangen können und ein „solides Wirtschaftsjahr abgeschlossen“. Ein Maßstab: 187 Millionen Euro Kreditvergabe bedeutet ein Plus von 4,1 Prozent.

Der Reduzierung der Filialen von 21 auf 17 steht ein Anwachsen der Einzahlungen an Geldautomaten von 9.8 Prozent gegenüber.
„Wir haben die Schwerpunkte zu Kompetenzzentren aufgewertet“; erkärt Häfemeier, aktuelles Beispiel: Schermbeck, im Hochsommer gefolgt von Wesel-Feldmark, zum Jahresende von Dingden (Neubau).
Das Stiftungskapital der Verbands-Sparkasse beträgt 3,9 Millionen Euro. Vereinen und Institutionen im Geschäftsgebiet flossen bei Ausschüttungen, Spenden und Sponsoring über 700.000 Euro zu. „Wir sind mittlerweile eine tragende Säule der Vereinsarbeit geworden“, konstatiert Vorstandssekretär Reinhard Hoffacker stolz.

Ein Mal mehr positionierte sich das Haus „als größter Baufinanzierer in der Region“. Aktiv auch in der Nachbarschaftsberatung (Hamminkeln und Schermbeck) will man „einen wichtigen Beitrag für die immer älter werdende Bevölkerung“ leisten und dieser helfen, „so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu wohnen“.
„Dem Handwerk geht‘s momentan ziemlich gut“, so schließt Friedrich-Wilhelm Häfemeier aus Gesprächen im Umfeld der „immobilia 2013“. Auch die Kunden seien zufrieden, vor allem mit der Fachberatung, wie eine Umfrage gezeigt habe: „Das Modell Sparkasse ist gefragt wie eh und je!“

Damit das so bleibt, regen die Bank-Chefs an, dass sich im Zuge von Single Euro Payments Area (SEPA) alle Kunden, die per Lastschrift Geld einziehen lassen, bald in ihrer Filiale melden. Ansonsten wird‘s haarig, wenn Europa demnächst den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr vereinheitlicht.
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Axel Dudda aus Wesel | 30.05.2014 | 14:20  
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