Auf ein Wort - Dankbar aus dem Urlaub kommen

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Pastor Ulrich G. Schneider (Foto: Wa-Archiv)
An diesem Wochenende ist Halbzeit der sommerlichen Schulferien. Ziemlich genau die Hälfte der nordrhein-westfälischen Urlauber kommt heute oder morgen wieder nach Hause, während die andere Hälfte ihr Urlaubsparadies ansteuert.

Meine Erfahrung haben sicherlich auch schon viele andere Urlauber im Laufe ihres Lebens gemacht, dass die erste Hälfte ihres Urlaubs relativ langsam verstrichen ist, die zweite aber wie im Flug zu Ende ging. Das deckt sich mit der Erfahrung, die vor allem ältere Menschen im Rückblick auf ihr Leben machen: Die Kinder- und Jugendzeit verstreicht ziemlich langsam, selbst die Zeit der mittleren Lebensjahre dauert an. Aber je älter ein Mensch wird, umso schneller vergeht die Zeit. Die Lebensjahre eilen nur so dahin, und ehe man sich versieht, ist die obere Lebensgrenze erreicht, die in der Bibel der 90. Psalm mit 80 Jahren angibt.

Auch wenn die heutige Lebenserwartung immer häufiger noch darüber liegt, so ist die nüchterne Einschätzung des 90. Psalms oft genug auch unsere eigene: „Unser Leben ... fährt schnell dahin, als flögen wir davon“. Gut zu wissen, dass unser Leben – wie schnell unser Leben auch vergeht – auf jeden Fall kein abruptes Ende, kein endgültiges Aus und Vorbei, sondern eine Zukunft hat, die weiter reicht als bis zu unserem eigenen Tod.

Der 90. Psalm drückt das mit den Worten aus, die er Gott in den Mund legt: „Der du die Menschen lässt sterben und sprichst: Kommt wieder Menschenkinder“ Mit diesem Wissen kann man ruhig und gelassen alt werden, aber auch dankbar aus dem Urlaub wieder nach Haus kommen oder fröhlich in die Ferien fahren.
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