Adventsgeschichten: Bereits als Kind gerne Skulpturen betrachtet

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In unserer kleinen Reihe öffnet uns für das vierte und letzte Adventswochenende Christoph Kohl die Tür.

An den Adventssonntagen findet man gerne etwas Besonderes, wenn man das Türchen am Adventskalender öffnet. Wir haben diese Tradition aufgenommen und lassen uns in der Vorweihnachtszeit von besonderen Menschen in unserer Stadt die Tür öffnen.

Für das vierte Advents­wochenende öffnet uns Christoph Kohl die Tür. Er ist Kurator am Märkischen Museum und übt seinen Beruf mit Leidenschaft aus.
Für die Kunst begeistert sich der heute 37-Jährige schon lange. „Bereits als Kind habe ich gerne Skulpturen und Bilder betrachtet“, erzählt er. „Ich fand die subjektive Lesbarkeit immer sehr spannend, und es war eine Möglichkeit, meinen Erfahrungshorizont zu erweitern.“
Nach dem Abitur studierte der gebürtige Rheinberger Kunsthistorik. Zunächst in Würzburg, später in Bochum. Während seiner Studienzeit war er als freier Autor für den WDR in den Bereichen Kunst, Kultur und Musik tätig.
Im Anschluss ans Studium arbeitete er zunächst im Museum Ludwig in Köln und wechselte anschließend in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Ruhr-Triennale. Schließlich wurde er Direktor der Galarie Sels in Düsseldorf.
„Während dieser Zeit habe ich nebenher auch immer freie Projekte organisiert, unter anderem auch in Witten“, sagt er. „Zunächst war ich ein- bis zweimal die Woche hier, dann wurde die Arbeit mehr, es hat mir hier sehr gut gefallen, und ich wollte gerne hier bleiben.“
2012 folgte die Festanstellung als Kurator für zeitgenössische Kunst/wissenschaftlicher Mitarbeiter im Märkischen Museum, in dem Christoph Kohl vielfältige Aufgaben hat. Dazu zählen unter anderem die Planung von Konzepten gemeinsam mit den ausstellenden Künstlern, die Organisation von Ausstellungen, das Knüpfen von Kontakten und die Akquise.
„Wir haben ein sehr kleines, aber feines Team von engagierten Mitarbeitern und arbeiten Hand in Hand, ohne diese Unterstützung wäre vieles gar nicht möglich“, sagt Christoph Kohl, der zurzeit noch in Düsseldorf wohnt, aber im nächsten Jahr den Umzug nach Witten plant.
In seiner Freizeit geht der 37-Jährige gerne ins Theater, liest und reist. Und ist in seinem Beruf alles andere als ein „Schreibtischtäter“, denn, wie er sagt: „Wichtig ist, dass man sich nicht nur für die Kunst, sondern vor allem auch für den Menschen, der dahinter steht, interessiert.“
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