Auf ein Wort: Der kleine Rehbock ist wieder da

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Pfarrerin i.R. Ilona Schmidt, Witten
Er ist wieder da! Der junge Rehbock, der immer die Nachbargärten verwüstet – Sie erinnern sich vielleicht? Letzten Sommer habe ich von ihm erzählt. Ich hatte ihn urlange nicht gesehen und schon gefürchtet, der Jäger hätte ihn erwischt – der milde Winter kann es ja kaum gewesen sein.
Aber neulich morgens beim Hundespaziergang ist er mir endlich wieder begegnet. Er stand bei einem meiner Nachbarn im Garten und schaute mich an. Ich habe mich so gefreut! Die Nachbarn werden jetzt sicherlich wieder um ihre Ernte bangen. Ich kann sie ja verstehen. Ich möchte das Gemüse, das ich mit viel Mühe anbaue, ja auch lieber selber essen.
Andererseits – er meint es doch nicht böse. Wir decken ihm so reichlich den Tisch, da wäre er doch schön dumm, wenn er nicht zugreifen würde.
Außerdem ist das im Grunde nur ein kleiner Ausgleich für all das, was andere Tiere erleiden müssen, bevor sie auf unseren Tellern landen. Ich freue mich jedenfalls darauf, dem kleinen Rehbock jetzt wieder öfter zu begegnen.

Pfarrerin i.R. Ilona Schmidt, Witten
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