Ökoprofit-Akteure des EN-Kreises werden über Reduzierung von Umweltbelastungen informiert

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Frank Feierabend, technischer Betriebsleiter des Freizeitbades Heveney, informierte die Unternehmer der dritten ÖKOPROFIT Runde über Technik, Verbräuche und Abläufe. (Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis)
Witten: Schwimmbad Heveney | Sie hatten weder die Badehose eingepackt, noch wollten sie sich ins Schwitzen bringen lassen. Auch wenn die zahlreichen Innen- und Außenbecken des Freizeitbades Heveney zum Sprung ins kühle Nass einladen, statt sich zu vergnügen, hört die Besuchergruppe aufmerksam zu. Das Wort haben Thorsten Kröger, Geschäftsführer des Freizeitzentrums Kemnade, und Frank Feierabend, technischer Betriebsleiter des Bades: Information statt Erholung und Entspannung steht für die Akteure der aktuellen ÖKOPROFIT Runde auf dem Programm.
„Aktuell läuft nach 2014 und 2015 im Ennepe-Ruhr-Kreis Durchgang Nummer drei dieses Umweltschutzprogramms. Daran sind zehn Unternehmen aus Breckerfeld, Ennepetal, Herdecke, Sprockhövel, Wetter und Witten beteiligt“, erläutert Klimaschutzmanager Dr. Dirk Drenk von der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr. Innerhalb von zwölf Monaten arbeiten die Beteiligten intensiv daran, den Umweltschutz in ihren Betrieben zu verbessern und dabei parallel Kosten und Umweltbelastungen zu senken. „Neben mehreren Einzelberatungen für alle beteiligten Unternehmen trifft sich die ganze Gruppe zu acht Workshops und Vor-Ort-Besichtigungsterminen wie hier in Witten“, so Drenk.
ÖKOPROFIT steht für „Ökologisches Projekt für integrierte Umwelt-Technik“, ist im Ennepe-Ruhr-Kreis ein wichtiger Baustein der Aktivitäten des Netzwerks Energie-Effizienz-Region EN und gilt als das mit Abstand erfolgreichste Einstiegsprojekt für Umweltmanagement in Deutschland. Eine Aussage, die sich auch zwischen Breckerfeld und Hattingen, Herdecke und Schwelm mit Zahlen belegen lässt. So sparen sich die an der zweiten ÖKOPROFIT Runde beteiligten Unternehmen Ausgaben von 200.000 Euro und reduzieren den Ausstoß von Kohlendioxid um 3.300 Tonnen. „Jahr für Jahr und das für einmalige Investitionen von rund 520.000 Euro“, bilanziert Drenk.
Das Reduzieren des Energie- und Rohstoffeinsatzes, ein Weniger an Abwasser und Abfall sowie der Ansatz, Mitarbeiter gezielter zu informieren, zu motivieren und zu beteiligen - die Möglichkeiten etwas zu verbessern, sind in den Betrieben vielfältig. „Dabei geht es in den meisten Fällen gar nicht darum, die eine allumfassende Idee zu haben. Vielfach steht am Ende häufig eine Summe aus scheinbaren Kleinigkeiten, die die Teilnahme für Unternehmen und Umwelt zum großen Wurf werden lässt“, berichtet Philipp Mihajlovic von B.A.U.M. Consult. Er und sein Team aus erfahrenen Energie- und Umweltberatern betreuen die Unternehmen während des Projektzeitraums.
In diese Richtungen denken auch die Teilnehmer der dritten ÖKOROFIT Runde. Dazu zählt mit dem Freizeitzentrum Kemnade auch der Betreiber des Freizeitbades Heveney. LED-Beleuchtung, zeitlich optimierter Einsatz der Bad- und Saunatechnik sowie Bewegungsmelder sind Themen. Angesichts der hohen Energieverbräuche könnte am Ende aber unter Umständen auch etwas größeres, nämlich ein Blockheizkraftwerk, das Wärme und Strom für das Bad liefert, eine Überlegung wert sein.
„Wir haben aber nicht nur Unternehmen mit großen Fließbändern und sehr hohen Verbräuchen im Blick“, unterstreicht Drenk. Dabei verweist er auf die Erfahrungen, die die Evangelische Stiftung Loher Nocken aus Ennepetal in der zweiten Runde gemacht hat. Dort habe man sich zu Beginn die Frage gestellt, was eine soziale Einrichtung denn schon groß einsparen könne. Am Ende lautete das Fazit der Stiftungsverantwortlichen: „Wir sind froh, an diesem Projekt teilgenommen zu haben. Allein das Umstellen der Beleuchtung auf LED-Technik erspart uns jährlich über
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