Mehr Geld zum Ausgeben: Das „verfügbare Einkommen“ in Witten ist gestiegen

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Mehr Geld zum Ausgeben. Aber ist das wirklich so oder nur Statistik?

Die gute Nachricht ist, dass auch die Wittener Jahr für Jahr mehr Geld zum Ausgeben haben. Die schlechte ist, dass das „verfügbare Einkommen“ in Witten nur knapp über dem Landesschnitt liegt.

Die Landesstatistiker haben jetzt die Zahlen für 2012 her­ausgegeben, nach denen in Nordrhein-Westfalen jeder Einwohner rein rechnerisch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 20 409  Euro verfügte.
„Verfügbares Einkommen“ bezeichnet den Teil des Einkommens, der privaten Haushalten hauptsächlich für den privaten Konsum zur Verfügung steht. Bei den Wittenern hat sich dieses um gut 500 Euro auf 20 677  Euro erhöht.

Reicher als die Bochumer und Dortmunder

Damit sind wir – laut „Information und Technik als statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen“ anhand vorläufiger Ergebnisse  – in der Ruhrstadt um einiges reicher als beispielsweise die Bochumer mit gerade mal 18 571  Euro oder gar die armen Schlucker in Dortmund, die sich mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von nur 17 893 begnügen müssen. Ganz zu schweigen von den Hernern, die mit 16 358 Euro fast 4 000  Euro pro Jahr weniger in der Tasche haben als die Wittener.
Kein Grund jedoch, gleich übermütig zu werden. Man muss nicht allzu weit fahren, um in Attendorn im Kreis Olpe die – rein rechnerisch – reichsten Leute des Landes zu treffen, die mit 40 419  Euro das höchste verfügbare Einkommen je Einwohner aller 396 Städte und Gemeinden in NRW aufweisen.
Blomberg im Kreis Lippe (38 852 Euro) und Rödinghausen im Kreis Herford (37 709 Euro) folgen auf den Plätzen zwei und drei.
Insgesamt belief sich das verfügbare Einkommen 2012 in Nordrhein-Westfalen auf rund 364,1 Milliarden Euro. In allen 396  Städten und Gemeinden des Landes war das verfügbare Einkommen höher als im Jahr 2011.

Kommentar

Es macht Spaß, zu vergleichen: Wenn’s ums Geld geht, sind wir immer neugierig, wieviel die anderen haben. Zumindest macht es solange Spaß, wie man sich selbst und seine Familie gut ernähren kann.
Durchschnittlich, rein rechnerisch mehr „verfügbares Einkommen – diese Begriffe dürfen nicht dar­über hinwegtäuschen, dass es zu viele Menschen gibt, die weniger Geld haben, denen der statistische Durchschnitt keinen Aufschnitt aufs Brot bringt. Insbesondere, da die Lebenshaltungskosten beim Heizen und bei den Lebensmitteln gestiegen sind. Also kaufen Sie doch statt Brot und Butter einen Flachbildfernseher, die sind jetzt viel preiswerter, riet ein Kabarettist. Da bleibt vielen das Lachen im Halse stecken.
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Jörg Manthey aus Witten | 10.10.2014 | 17:33  
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