Auf ein Wort: Altlasten beschäftigen nicht nur Kommunen

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Jürgen Krüger ist Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Bommern.

„Vor dem Bau muss Altlast entschärft werden“, hieß es vor ein paar Tagen in den Lokalnachrichten. Das „Sonnencafé“ an Ruhrstraße und Mühlengraben kann erst im Spätsommer eröffnet werden. Das Gelände, auf dem es entstehen soll, gehört zur industriellen Keimzelle Wittens.


Tja, Altlasten. Was könnte ich da nicht alles aufzählen. Da gibt es im Leben viele verworrene Geschichten, die untergründig schlummern. Kann schon mal schlammig werden, wenn ich darin herumwühle. Menschentypische Rückstände.
Ich weiß nicht, woran Sie, wenn Sie dies hier lesen, denken - aber dass Sie da etwas finden, scheint mir sicher.
Es geht vermutlich gar nicht ohne. Eine Industriestadt muss für alte „Sünden“, die aber einmal im guten Glauben an den Fortschritt begangen wurden, bezahlen. Das kann teuer werden.
Wie ist das bei mir? Für manches muss ich sicher „Lehrgeld“ bezahlen, manches liegt einfach nur schwer auf der Seele. Es gehört zu mir. Untrennbar. Jesus sagt mal zu einem Menschen, der gelähmt ist. „Steh auf! Nimm deine Liegematte und geh!“ Und der Mensch geht. Die Liegematte, die ihn an seine alte Last erinnert, nimmt er mit - aber er kann aufrecht gehen.
Eine tolle Geschichte. Vielleicht gehe ich im Spätsommer mal in das Café, setze mich aufrecht in die Sonne und freue mich des Lebens. Kommen Sie mit?

von Pfarrer Jürgen Krüger
Evangelische Kirchengemeinde Bommern
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