Dattelner Schulsozialarbeiter setzen auf Prävention

Setzen bei ihrer Arbeit in den Schulen auf Prävention (v.l.): Tanja Heimbuch, Jens Winter, Vera Mont, Susanne Sassor, Peri Köster und Andrea Dibowski.
  • Setzen bei ihrer Arbeit in den Schulen auf Prävention (v.l.): Tanja Heimbuch, Jens Winter, Vera Mont, Susanne Sassor, Peri Köster und Andrea Dibowski.
  • hochgeladen von Petra Pospiech

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ - früher bezog sich diese Weisheit auf das Erlernen des ABC. Heutzutage gilt die Sorge verstärkt dem sozialen Verhalten schon bei Grundschülern. Präventive, das heißt vorbeugende, Sozialarbeit wird daher an allen Dattelner Schulen besonders groß geschrieben.

Sechs Schulsozialarbeiter konnten Anfang Februar ihre Arbeit an sechs Grundschulen, der Mosaikschule und der Hauptschule Hachhausen zusätzlich zur bereits bestehenden Schulsozialarbeit an den weiterführenden Schulen aufnehmen. Ermöglicht wurde die Finanzierung der zusätzlichen drei Vollzeitstellen durch Bundesmittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Jetzt zogen die sechs neuen Schulsozialarbeiter, die sich die drei Stellen teilen, ein erstes positives Resümee.
Die Vermittlung von Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket ist ein wichtiger Teil der Tätigkeit der Schulsozialarbeiter. Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien haben einen Anspruch auf diese Leistungen. Oftmals erhalten diese Familien erst durch die Schulsozialarbeiter gezielte Informationen darüber, welche Hilfe sie Anspruch nehmen können.
„Dies sind im Einzelnen finanzielle Unterstützung zur Lernförderung, Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, zum Beispiel Kosten für Sportvereine und Musikunterricht sowie die Förderung von Klassenfahrten, Ausflügen und Mittagsverpflegung“, erläutert Susanne Sassor, Koordinatorin der Schulsozialarbeit.
Alle Schulsozialarbeiter führen an den Schulen Projekte und Arbeitsgruppen durch, die den Kindern eine weitere Unterstützung geben, ihre emotionalen und sozialen Kompetenzen zu erweitern. „Da wir direkt an den Schulen arbeiten, erkennen wir, wenn Schüler ein auffälliges Sozialverhalten aufweisen, wenn sie ständig den Unterricht stören, sich nicht an Regeln halten können oder aggressiv mit ihren Mitschülern umgehen“, berichtet Schulsozialarbeiterin Andrea Diboswki.
„Oftmals liegt dieses Verhalten schon im Elternhaus begründet. Deshalb beziehen wir auch die Eltern ein, wenn wir mit den Schülern an der Stärkung ihres Selbstwertes und ihrer Konfliktfähigkeit arbeiten“, ergänzt ihre Kollegin Tanja Heimbusch.
Individuelle Beratungsangebote geben Schülern und Eltern Unterstützung bei Lernproblemen oder Konflikten im Familienalltag. „Einige Schüler an den Hauptschulen zeigen deutlich eine Schulmüdigkeit“, beobachtet Jens Winter und ist sicher: „Wenn wir diese Schüler wieder motivieren können, haben sie beste Voraussetzung, später auch im Berufsleben klarzukommen.“
Neben der direkten Präsenz der Schulsozialarbeiter in der Schule wurde in Datteln eine enge Kooperation von Schule, Jugendhilfe sowie Kinder- und Jugendarbeit umgesetzt. Diese reicht von aktiver Pausengestaltung über erlebnispädagogische Sommerferien-Projekte bis hin zur Beteiligung an der offenen Ganztagsbetreuung.

Autor:

Petra Pospiech aus Recklinghausen

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