MINT-connect: Keine Angst vor Männerberufen, Mädels!

Anna-Lena (M.) und die anderen Mädchen begutachten die Fenster- und Türelemente - Handwerk zum Anfassen und Verstehen.
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Bei Mädchen frühzeitig das Interesse an Berufen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik oder Handwerk wecken - das hat sich das Projekt „MINT-connect“ zur Aufgabe gemacht.

Seit rund einem Jahr führt das Bildungszentrum des Handels in Recklinghausen in Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro und dem Bildungsbüro der Stadt dieses Projekt durch. „Ziel ist es, ein Netzwerk zwischen Schülerinnen, Fachfrauen und Betrieben aufzubauen, um die Zahl der weiblichen Auszubildenden in den sogenannten MINT-Berufen und im Handwerk zu erhöhen“, so Gabriele Bültmann, Geschäftsführerin des Bildungszentrum des Handels.
Seit dem Sommer haben Schülerinnen der Klassen sechs bis neun der Recklinghäuser Schulen die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis in diesem außerschulischen Berufsorientierungsprojekt auf Tuchfühlung mit Berufen aus der Welt der Technik und des Handwerks zu gehen. „Mittlerweile treffen sich rund 50 Schülerinnen regelmäßig zu Workshops und Betriebsexkursionen“, freut sich Projektmitarbeiterin Marlène Baur. Eine weitere Gruppe wissbegieriger Mädchen steht bereits in den Startlöchern.
„Was MINT-connect auszeichnet, ist der Kontakt der Teilnehmerinnen zu Fachfrauen aus der Praxis“, weiß auch Marita Bergmaier, Vorsitzende der Arbeitskommission für Gleichstellung der Stadt Recklinghausen. Deshalb trafen sich die Schülerinnen bereits im Herbst mit Fachfrauen und weiblichen Azubis der kooperierenden Firmen zu einem Austausch. Damit es nicht nur bei der Theorie bleibt, geht es natürlich auch direkt in die Betriebe. Zum Auftakt in diesem Jahr besuchte eine Gruppe Mädchen die Firma Metallbau Lamprecht in Datteln. Hier bekamen die Schülerinnen einen Einblick, wie Bleche für Fenster und Türen geschweißt werden, aber auch in die planende Ingenieurtätigkeit.
Besonders interessiert zeigte sich die 15-jährige Anna-Lena. „Ich hatte schon immer ein großes Interesse an Technik. Allerdings tendiere ich doch mehr zu Kfz-Mechanik“, so die Gesamtschülerin. Deshalb wird sie in den Osterferien auch ein Praktikum in einer Auto-Werkstatt absolvieren. „Ich will einfach wissen, wie das alles im Auto funktioniert“, schmunzelt sie. Bei ihren Freundinnen stößt sie dafür auf Bewunderung. „Viele Jungs finden das aber erstmal komisch.“ Aber das hält keines der Mädchen davon ab, ihren Weg zu gehen. Reinschnuppern ist ausdrücklich erwünscht.
Weitere Infos auf www.mint-connect.de. Kontakt unter Tel. 02361/4806-212 oder -503.

„MINT-connect“ wird gefördert im Rahmen der Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“. Entwickelt wurde das Programm vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Deutschen Gewerkschaftsbund.

Anna-Lena (M.) und die anderen Mädchen begutachten die Fenster- und Türelemente - Handwerk zum Anfassen und Verstehen.
Marita Bergmaier (Vorsitzende der Ratskommission für Gleichstellung der Stadt Recklinghausen), Monika Lamprecht (Dipl. Wirtschaftsingenieurin), Gabriele Bültmann (Geschäftsführerin Bildungszentrum des Handels), Marlène Baur und Janis-Maria Gayk (Projektmitarbeiterinnen Bildungszentrum) unterstützen die Schülerinnen bei der Berufsorientierung.
Autor:

Melanie Giese aus Recklinghausen

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