Arnsberger Gymnasium Laurentianum zeigt Schulministerin Inklusion "live"

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Mensch, zwei Stunden Zeit hatte sich in dieser Woche Schulministerin Sylvia Löhrmann zum Besuch des Gymnaisums Laurentianum genommen. Fotos: Albrecht
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Arnsberg. Eigentlich hatte sie ja schon im September kommen wollen, aber die Termine... Doch am Montag dieser Woche, nur drei Tage vor Weihnachten, ging der Wunsch doch noch in Erfüllung: Beate Nordmann, derzeit Schulleiterin am Gymnasium Laurentianum, konnte die NRW-Schulministerin in Arnsberg begrüßen.

Die Entwicklung an der Schule und vor allem die ihrer Schüler standen am Montag im Mittelpunkt des Besuchs der NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann, die dem Gymnasium Laurentianum einen ausführlichen Besuch abstattete.

Ausführlicher Besuch


Gute zwei Stunden (nicht nur Schulstunden!) hatte sich die Ministerin Zeit genommen, um sich in Begleitung der Schulaufsicht (Elke Schlecht) sowie der Regierungspräsidentin Diana Ewert und Bürgermeister Hans-Josef Vogel die Schule genau anzusehen. Wie wird sich die Einrichtung von Willkommensklassen auf die Schule auswirken - und: Wie ist es um das Thema „Inklusion“ bestellt?

Gerade in diesem Punkt kann das Gymnasium aus dem Vollen schöpfen: „Wir sind Referenzschule für Inklusion schon seit 2014“, erklärt die kommissarische Schulleiterin Beate Nordmann kurz vor dem Besuch der Ministerin. Und die kommt gleich nach ihrer Ankunft in der Klasse 5a in den Genuss, Inklusion „live“ im Unterricht zu sehen.

Inklusion "live" erleben


Hier stehen Klassenlehrer Manfred Leitl und der Förderschullehrerin Christiane Brand zwei Klassenräume für 22 Kinder und das spezielle Konzept zur Verfügung: Arbeit in kleinen Gruppen, Vorlesen in einer gemütlichen Sitzecke oder die Arbeit mit Schere und Kleber. „Ich will den Unterricht nicht stören“, sagt Frau Ministerin leise und setzt sich einfach dazu.

Deutlich unaufgeregter als ihre Lehrer nehmen die Schülerinnen und Schüler den seltenen Besuch auf. „Das Lernen in den gemischten Gruppen ist spannend und macht auch Spaß“, erzählen Emilia und Sophie (beide 10) den Journalisten. Davon kann sich auch Ministerin Löhrmann überzeugen: Sie sieht die Kinder schreiben und hört sie vorlesen. „Das war gut“, lobt sie - und die Schüler strahlen.

Selbstlernzentrum


Aus der einen Schulklasse geht es weiter in das Selbstlernzentrum (SLZ). Hier hat Ulrike Bohn alles vorbereitet und erklärt ausführlich das seit 2007 aufgebaute Konzept. Für das „Lerncoaching“ hat man 30 ältere Schüler gewinnen können, die anderen Lernen und Stoff erklären können. „Begabte nutzen das SLZ, zudem um hier Texte in der Originalsprache zu lesen“, so Bohn.

Letzte Station des rund zwei Stunden dauernden Besuches ist der Offene Ganztag der Schule (s.unten). Dann ist die Zeit schon überschritten und die Autos warten. Sylvia Löhrmann hat noch Termine, aber den guten Eindruck von einer funktionierenden Schule nimmt sie mit nach Düsseldorf...

Ein guter Eindruck


In den Räumen des Offenen Ganztags am Gymnasium Laurentianum angekommen, ist die NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann ganz Ohr für weitere Projekte an der Schule: Im Kreise von vielen Lehrerinrinnen und Lehrern, die nicht ohne Stolz ihre Schüler und ihre Leistungen präsentieren.

Der 15-jährige Malte Sittig aus der Stufe 10 ist einer von ihnen. Die Bühne vor den versammelten Politikern und Lehrern gehört ihm, als er sein Modell der CO²-Ampel erklärt. „Die soll helfen, lästige Diskussionen über das Öffenen oder Schließen der Klassenfenster sowie unnötige Heizkosten zu vermeiden“, erklärt Malte (15) seinem Publikum trocken.

Unnötige Heizkosten vermeiden


Und die Schulministerin erfährt von Platinen und der geplanten Zusammenarbeit mit der heimischen Leuchtenindustrie. Ja, Bürgermeister Hans-Josef Vogel habe den Kontakt zur Industrie vermittelt, die jetzt diese Ampel zu einem drittel des sonst üblichen Preises bauen wolle. Ob er nicht bei „Jugend forscht“ mitmachen wolle, fragte Löhrmann an.

Aus einer ganz anderen Richtung konnten Lukas, Jonathan und Leonie das Projekt der Fachschaft Geschichte vorstellen. Sie haben sich zu „Anne-Frank-Botschaftern“ in Berlin ausbilden lassen. Mit Führungen durch die Ausstellung „Deine Anne...“ im Sauerland-Museum sowie in der Arbeit gegen Diskriminierung ist man aktiv. „Klar gibt´s auch eigensinnige Motive, hier mitzumachen“, erklärt Lukas. Aber Hauptziel sei doch stets gewesen, selber etwas gegen Fremendenhaß und Intoleranz zu bewegen...
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