Nachts Kühle suchend. Zen-Gedicht von Yang Wanli

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Oben: Nacherzählung auf Japanisch. Unten rechts in größeren Zeichen das Original. Links davon Erklärungen.
Nachts Kühle suchend

Die Hitze nachts die ist genau wie Mittagshitze steht
Durchs off'ne Tor ein Weilchen man im Mondschein sich ergeht
Im Bambushain verborgen tief Zikaden zirpen dort
Zu dieser Zeit ein wenig kühl kein Windchen aber weht


Für den Dichter Yang Wanli entsteht die kleine Abkühlung nicht durch Wind. Das drängende Zirpen, das sonst zum Hitzegefühl beiträgt, ist dieser Kühle nicht abträglich. Der vollendet runde Mond kühlt die Natur, so wie die Meditation das brennende Feuer der Begierden kühlt. Solche Vierzeiler haben ohnehin eine beruhigende Wirkung, ohne Weitschweifendes und Persönliches. Gedanken laufen reibungslos vier Bahnen entlang. Keine Steigerung zu irgendeinem großen Wurf des Dichters. Es sind Gedanken eines Geistes in Ruhe.

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4 Kommentare
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Drs. Pol. (NL) Monika Eskandani aus Essen-Süd | 30.08.2016 | 19:32  
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Jan Kellendonk aus Bedburg-Hau | 31.08.2016 | 05:21  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 31.08.2016 | 08:25  
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Drs. Pol. (NL) Monika Eskandani aus Essen-Süd | 02.09.2016 | 17:37  
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