GRÜNE bemängeln Endlos-Baustellen in Bedburg-Hau

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  Bedburg-HauKleve: Vollsperrung B 57 | Ob Alte Bahn, Uedemer Straße, Holzstraße und zuletzt die Vollsperrung der Kalkarer Str. (B 57) stellen die Verkehrsteilnehmer auf eine harte Probe. Die Abstimmung von 3 verschiedenen Bauträgern, fehlende und spärliche Informationen, dazu der nicht immer richtigen Anordnung der Verkehrsschilder führen zu Verwirrungen und weiteren Fragen: Wie lange muss den Anliegern das zugemutet werden. Obwohl es in den Ausführungsverträgen klare Fertigungstermine gibt, sind die Erklärungen bei Nichteinhaltung nicht plausibel. Das Wetter wird immer als Hauptgrund für die Verschiebungen aufgeführt, dazu kommen die Gewerke von Partnern, die Versorgungsleitungen verlegen, die nicht rechtzeitig nach Plan arbeiten konnten. Wenn es „brennt“ und wenn wegen Umleitungen Baustraßen wieder hergestellt werden müssen, sieht man Arbeiter auch an Samstagen ihr Werk verrichten. Warum geht das nicht auch bei normalen Straßenbaumaßnahmen, um die Bauzeit zu verkürzen. Die betroffenen Unternehmen, vor allem auf der Alten Bahn und der Kalkarer Straße, wissen genau, welche Bedeutung eine „Endlos-Baustelle“ für ihren Betrieb bedeutet. Liebgemeinte Worte der Behörden helfen da wenig weiter. Daher sollte man die Beschwerden und Klagen der betroffenen Betriebe ernst nehmen. Hier fängt Wirtschaftsförderung an! Wenn sich die Politik, so wie jetzt in Kleve am Opschlag geschehen, einmischt, haben doch andere in der Verwaltung entscheidende Planungsfehler gemacht.
Die Grünen in Bedburg-Hau hatten sich bereits vor einigen Wochen um einen Gesprächstermin bei Straßen NRW bemüht, der jedoch aus zeitlichen Gründen abgesagt wurde. Daraus resultierend wurde festgestellt, dass alle Fragen zur Baumaßnahme von Straßen NRW die zuständige Gemeinde beantworten kann, da sie im Vorfeld der Maßnahme beteiligt worden ist. Gut zu wissen für die Bürger aus Bedburg-Hau.

Fragen an Straßen NRW
Auf Anfrage teilte uns der Projektleiter von Straßen NRW zu der Vollsperrung der B 57 folgendes mit:
Der Durchgangsverkehr Kleve-Kalkar wird über den Johann-van-Aken-Ring geführt und dadurch vom Ortskern Bedburg-Hau ferngehalten; lediglich der Zielverkehr Qualburg und Hasselt wird – je nach Bauphase – über den Rosendaler Weg/Bedburger Weg geführt, um die Gewerbegebiete in Hasselt anzubinden. Die Uedemer Straße selbst wird infolge der Baumaßnahme B 57 eine Mehrbelastung erfahren, da sie die einzige leistungsfähige Alternativroute für den übergeordneten Verkehr der Bundesstraße ist.
Verschiedene Betriebe an der B 57 wurden von Straßen NRW selbst informiert durch den Versand von umfangreichen Unterlagen über die Verkehrsführung in jeder Bauphase. Die Anlieger werden gemäß Bauvertrages durch die ausführende Baufirma informiert.
Bei Beginn der Baustelle Rosendaler Ring/Uedemer Straße (Kreisverkehr) im Herbst 2016 wird sichergestellt, dass die B 57 wieder befahrbar ist. Die Uedemer Straße dient jetzt als Umleitungsstraße für die Vollsperrung der B 57.
Die Minimierung von Umsatzeinbußen der Unternehmen an der B 57 wird teilweise dadurch erreicht, dass Bauabschnitte in 2 Unterabschnitte eingeteilt werden und somit z.B. der ansässige Futter- und Gartenmarkt zu jedem Zeitpunkt von einer Seite angefahren werden kann.
Die B 57 soll nach jetzigem Sachstand im nächsten Jahr vom Kreisverkehr Moyland bis Einmündung Gewerbegebiet Hasselt-Nord saniert werden.
Die Erneuerung der B 57 ist mit einem Nutzungszeitraum von min. 15 Jahren für die Deckschicht ausgelegt. Der Kreuzungsbereich bei Qualburg soll 30 Jahre halten.

Was kann man besser machen?
Warum muss sich die Politik mit Verwaltungsarbeiten beschäftigen? Die Fragen und Sorgen der Bürger und der Unternehmen werden oft als unbegründet zurückgewiesen, unzureichend beantwortet oder auf andere „zuständige Stellen“ abgeschoben. Eine klare und rechtzeitige transparente Darstellung, wenn möglich ohne Behördendeutsch, wäre eine sinnvolle Alternative.

Ortsverband und Ratsfraktion
Bündnis 90 / Die Grünen
Bedburg-Hau
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