Müllabfuhr: "Ausschreibung lässt auf Vorteile für Gebührenzahler hoffen"

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Die FDP Fraktion Bedburg-Hau hofft, dass die Müllentsorgung der Gemeinde Bedburg-Hau ab 2016 günstiger werden könnte. Hintergrund ist der Abfallentsorgungsvertrag, der zum 31.12.2015 ausläuft. Eine Neuausschreibung steht ins Haus. Der Bund der Steuerzahler hatte 2012 die Entsorgungsgebühren in Bedburg-Hau als überdurchschnittlich hoch kritisiert. Auch Erlöse aus der kommunalen Altkleidersammlung werden dieses Jahr erstmalig mit Aufwendungen verrechnet und könnten zur Entlastung führen.

"Die Ausschreibung ist endlich der richtige Weg. Schon 2004 hatten wir uns dafür eingesetzt, waren jedoch gescheitert", erinnert sich der FDP Fraktionsvorsitzende Michael Hendricks. Damals wagten umliegende Kommunen die Neuvergabe und konnten Gebühren senken. Im Gegensatz zur Vergabe in Kalkar, hoffen die Liberalen auf ein günstigeres Ergebnis in Bedburg-Hau. Sie rechnen vor, dass in Kommunen im Kreis Kleve, die vor einiger Zeit eine Neuvergabe wagten, Bürger günstiger ihren Abfall entsorgen, als in Bedburg-Hau.


Eigene Vorschläge


Zur Optimierung hat die FDP Fraktion nun auch eigene Vorschläge eingebracht: Es sollte geprüft werden, ob optional auf Wunsch in den Wintermonaten die Biotonne monatlich abgeholt werden kann und dies dann zu Vergünstigungen führt. Die Regel sollte aber die zweiwöchige Abfuhr bleiben. Auch unterstützen die Liberalen die Idee einer kommunalen Wertstoffsammlung. Sie können sich vorstellen, dass zwei Mal jährlich eine Wertstoffsammlung durchgeführt wird. Das zum Beispiel in Form einer "Vor Ort"-Sammlung (Anlieferung an einem festen Sammelpunkt) in Kombination mit den Schadstoffsammlungen. Bereits erfolgreich konnte die Initiative der FDP zur kommunalen Altkleidersammlung eingeführt werden. Seit dem letzten Jahr stehen an vielen Orten der Gemeinde die orangenen Altkleidercontainer. "Wir sind froh, dass wir nun auch die Skeptiker unserer Idee vom Erfolg überzeugen konnten," so die Fraktionsmitglieder Marcel Erps, Michael Hendricks und Jörg Pilkahn. Erstmalig werden in diesem Jahr die Erlöse der Sammlung auf die Aufwendungen zur Abfallentsorgung angerechnet und könnten zu einer Gebührensenkung führen.

Verwaltungsaufwand minimieren


Um möglichen Verwaltungsaufwand und dadurch entstehende Kosten zu minimieren, hat die FDP Fraktion auch einen Antrag zur nächsten Ratssitzung eingebracht. Nach Wunsch der Liberalen, soll die Verwaltung bei der nächsten Gebührenberechnung prüfen, ob sich durch die Umstellung von einer kombinierten Personen- und Volumengebühr auf eine reine Volumengebühr der Verwaltungsaufwand reduziert und die Gebührengerechtigkeit verbessert bzw. erhalten werden kann.
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