Viel Bach im Reger-Jahr – Auftakt der Bochumer Orgeltage

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Auch Arno Hartmann, Kirchenmusikdirektor und Künstlerischer Leiter der Bochumer Orgeltage, wird während des Festivals an der Orgel zu hören sein. (Foto: Gianni Proietti)
 
Beim Auftaktkonzert im Audimax der Ruhr-Universität wird Gerhard Löffler (Orgel) gemeinsam mit den Bochumer Symphonikern auftreten. (Foto: Orgeltage)
Für alle Freunde der Königin der Instrumente bricht ab Donnerstag wieder eine abwechslungsreiche Zeit an: Die Bochumer Orgeltage warten zum 36. Mal mit einem vielfältigen Programm auf. Organisten aus sieben Nationen beleben die hiesige Orgellandschaft – auch mit Musikstücken aus ihrer Heimat. Bachwerke bilden den roten Faden durch die Konzertreihe.

Auch dieses Jahr werden während der Bochumer Orgeltage wieder Organisten aus vielen Teilen der Welt auf Bochumer Orgeln ihr Gastspiel geben. So wird der Göteborger Organist Erland Hildén einen Einblick in die schwedische Orgelmusik geben. Daniel Zaretsky aus St. Petersburg bringt Bach in einen Dialog mit Russland und Paolo Bougeat präsentiert Ausschnitte aus der italienischen Bachrezeption. Neben den internationalen Gästen aus sieben Nationen wirft das Festival ein Schlaglicht auf die Vielfalt der Bochumer Orgelwelt. Die Konzerte werden in der Propsteikirche St. Peter und Paul, Friedenskirche (Wattenscheid), St. Elisabeth-Kirche (Gerthe), Liebfrauenkirche (Altenbochum), Dorfkirche Stiepel, Christuskirche, im Audimax der Ruhr-Universität und in Waltrop und Marl zu hören sein. „Die Bochumer Orgeltage 2016 sind mit 18 Konzerten, 13 Organisten, neun Orgeln und insgesamt 107 Werken das größte Orgel-Festival im Ruhrgebiet“, sagt Arno Hartmann, Kirchenmusikdirektor und Künstlerischer Leiter der Bochumer Orgeltage. Zudem ist die Kooperation mit den Bochumer Symphonikern in diesem Jahr in eine opulente Symphoniekonzertreihe ausgebaut worden, die den Orgeltagen als Auftakt vorangestellt ist.

Auftakt gemeinsam mit den Bochumer Symphonikern
Die Bochumer Symphoniker (BoSy) leiten die Bochumer Orgeltage in diesem Jahr gemeinsam mit den Klangwelten der Ruhr-Universität (RUB) durch vier Orchester-Orgel-Konzerte im Audimax der RUB ein. „Bevor wir in unser neues Zuhause – das Anneliese-Brost-Musikforum – ziehen, bietet sich so für die BoSy nochmals die Gelegenheit, die Möglichkeiten des Audimax mit der großartigen Orgel zu nutzen“, sagt Felix Hilse, Künstlerischer Manager der BoSy. Dies wird in vier Symphoniekonzerten zur „Vox humana – Vox celestis“ der Fall sein, in denen die Orgel als Soloinstrument und als Teil des Gesamtklangs ertönt. Vom zarten Solo der „Native du Seigneur“ von Oliver Messiaen, das die Programme aller Konzerte verbindet, über das eindrucksvolle „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss bis hin zur Orgelsymphonie von Camille Saint-Saens reichen die Stücke. Dabei wird die Klais-Orgel im Audimax ihre Raffinesse aus 82 Registern und 6.400 Pfeifen offenbaren.

Das Auftaktkonzert am Donnerstag, 10 März, um 20 Uhr steht unter der Leitung von Steven Sloane. An der Orgel sitzt Gerhard Löffler, der jüngst von Berlin nach Hamburg an die Hauptkirche St. Jacobi wechselte. Neben Messiaen und Strauss steht der tschechische Komponist Leoš Janáček auf dem Programm. Um 19 Uhr beginnt ein Tischgespräch. Das zweite Konzert am 18. März um 20 Uhr mit Werken von Edwar Elgars, Samuel Barber, Camille Saint-Saens und Oliver Messiaen wird an der Orgel von Christian Schmitt begleitet. Den Takt gibt an diesem Abend der bedeutende britische Dirigent Jan Latham-Koenig vor. Das Programm der beiden abschließenden Symphoniekonzerte im Vorfeld der Orgeltage zieht mit unter anderem Hector Berlioz´ „Grande Messe des Morts“ nochmals alle musikalischen Register. Neben Tenor John Irvin und Arno Hartmann (Orgel) werden die BoSY, der Philharmonische Chor, die Stadtkantorei und der Neue Chor der Stadt Bochum auf der Bühne versammelt sein. „Damit treten wir nach der Berlioz´ Auffassung in einer für ihn mittelgroßen Besetzung auf. Nach dem Willen des Komponisten sollte der Chor aus mindestens 210 Stimmen und das Orchester aus 180 Instrumenten bestehen“, schildert Felix Hilse. Dirigieren wird das Musikereignis wieder Steven Sloane.

Das vollständige Programm der Bochumer Orgeltage findet sich auf www.bochumer-Orgeltage.eu. Programmhefte liegen zudem in den Kirchen aus. Weitere Informationen gibt es auch auf www.bochumer-symphoniker.de.
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