„Helfen aus Nächstenliebe ist nicht digitalisierbar“

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Bochum: Evangelische Fachhochschule |

Bochumer Diakonie feiert ihr 90-jähriges Bestehen in der Aula der Ev. Hochschule mit zahlreichen Gästen

Mit einem Festakt hat die Bochumer Diakonie ihr 90-jähriges Bestehen gefeiert. In der Aula der Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe waren zahlreiche Vertreter aus Kirche, Wohlfahrt, Politik und Wirtschaft als Weggefährten und Gratulanten erschienen. Der 1927 gegründete Verein für Innere Mission hat sich bis heute zu einem Netzwerk unterschiedlichster Beratungs-, Assistenz-, Wohn- und Beschäftigungsangebote entwickelt.

„Dass hilfsbedürftige Menschen zu uns kommen, weil sie uns vertrauen, ist der Verdienst vieler“, sagte Diakonie-Ruhr-Geschäftsführer Werner Neveling mit Blick auf die inzwischen über 2000 Mitarbeitenden und zahlreichen Ehrenamtlichen. Pfarrerin Ursula Borchert, Vorstand der Inneren Mission, ergänzte: „Ich danke allen Mitarbeitenden, die unter nicht immer leichten Bedingungen unser Motto ,Nehmet einander an‘ mit Leben füllen.“

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch erinnerte in seinem Grußwort unter anderem an die kurzfristige Übernahme der Flüchtlingsbetreuung im Jahr 2015. „Wir erleben die Diakonie als Konstante, die aber Veränderungen gegenüber stets aufgeschlossen ist“, sagte er.

NRW-Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke, zugleich langjähriges Mitglied im Verwaltungsrat der Inneren Mission, erinnerte an die Anfänge im „kleinen Häuschen neben der Kirche“ mit sieben Mitarbeitern und resümierte angesichts von Industrie 4.0 und allgegenwärtiger Online-Vernetzung: „Helfen aus Nächstenliebe ist nicht digitalisierbar.“

Hausherrin Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann unterstrich die gute Kooperation der Ev. Hochschule mit der Diakonie, Oberkirchenrätin Doris Damke überbrachte Grüße und Dank der Landeskirche.

Pfarrer Günther Barenhoff, ehemaliger Vorstand des Spitzenverbandes Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, brachte bei seinem Überblick über die Geschichte der Diakonie im Ruhrgebiet auch viele persönliche Eindrücke und Anekdoten ein.

Das Improvisationstheaters „Emscherblut“ rundete mit seinem Auftritt auf humorvolle Weise den Festakt ab.
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