Laersche Landmarke - Landmarken AG kauft ehemaliges Opel-Verwaltungsgebäude

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Prof. Dr. Rolf Heyer (Geschäftsführer Bochum Perspektive 2022), Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Constanze Justus (Projektleiterin Büro- und Spezialimmobilien Landmarken AG), Norbert Hermanns (Vorstandsvorsitzender Landmarken AG), Enno Fuchs (Geschäftsführer Bochum Perspektive 2022) und Dirk Horstmann (Leitung Unternehmensentwicklung und Vertragsmanagement Bochum Perspektive 2022, von links) verkündeten den Verkauf des Opel-Verwaltungsgebäudes auf der Expo Real in München. (Foto: WirtschaftsEntwicklungsG)
 
Das Opel-Verwaltungsgebäude am Werk I war eine oft fotografierte Landmarke mit dem weithin sichtbaren Schriftzug auf dem Dach. (Foto: Archiv)

Eine gute Nachricht für Bochum: Die Bochum Perspektive 2022 hat mit der Landmarken AG einen Entwicklungspartner gefunden, um das markanteste Gebäude auf Mark 51°7, dem ehemaligen Opel-Werksgelände im Stadtteil Laer, neu zu nutzen. Der Projektentwickler kauft das ehemalige Verwaltungsgebäude des Werkes.

In der weithin sichtbaren Landmarke sollen nach dem Willen der Planer sogenannte Co-Working-Flächen und Büros mit flexiblen Grundrissen, Hörsäle sowie Werkstätten, Technik- und Ausstellungsflächen entstehen. Der Kaufvertrag umfasst ein 23.000 Quadratmeter großes Grundstück mit dem darauf stehenden Gebäude.
Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Landmarken-Vorstand Norbert Hermanns stellten die Pläne für das ehemalige Verwaltungsgebäude am Dienstag auf der Immobilienmesse Expo Real in München vor. „Wir freuen uns sehr, mit der Landmarken AG einen kompetenten Partner für die Entwicklung und Weiternutzung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes gefunden zu haben“, sagte Eiskirch im Rahmen der „Bochumer Talkrunde“ in Halle B1. „Das geschichtsträchtige Gebäude im Herzen von Mark 51°7 wird auch künftig eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer der spannendsten Gewerbe-, Industrie- und Technologieflächen im Ruhrgebiet spielen“, so der Oberbürgermeister weiter.
Norbert Hermanns betonte das Selbstverständnis der Landmarken AG, sich bei der Entwicklung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes als Partner der Bochum Perspektive 2022 zu sehen. „Gemeinsam haben wir das Ziel, das Gesamtareal zu einem hochattraktiven Gewerbestandort zu entwickeln, der einen Ausgleich zu den durch die Opel-Werksschließung weggefallenen Arbeitsplätzen schafft“, sagte der Projektentwickler an die Adresse von Enno Fuchs, Geschäftsführer der Bochum Perspektive 2022 GmbH.
In einem zweistufigen Interessenbekundungs- und Bieterverfahren für das Verwaltungsgebäude mit rund 12.000 Quadratmetern Mietfläche hatte die Landmarken AG zusammen mit RKW als Architekten ihr multifunktionales Nutzungskonzept für einen Innovation Campus vorgelegt, in dem Co-Working-Flächen und Büros mit flexiblen Grundrissen, Hörsäle sowie Werkstätten, Technik- und Ausstellungsflächen denkbar sind. Abgerundet werden könne das Konzept durch eine Gastronomie, eine Kita, ein Boarding House sowie einen Dachgarten.

Vielfältiger Mix angestrebt


„Wir wollen einen Beitrag zum erforderlichen Strukturwandel leisten. Dessen Ergebnis wird ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen sein“, verspricht Landmarken-Vorstand Hermanns. Angestrebt werde ein vielfältiger Mix von Nutzungen rund um das Thema Forschung und Entwicklung. Weitere Mietflächen können in zwei den Bestand flankierenden Neubauten entstehen. Aktuell werde das Konzept vertieft und mit Mietinteressenten gesprochen, um das Projekt zum Erfolg zu führen. „Die Gespräche zur Vermietung der Flächen haben bereits begonnen. Interessenten können sich bei der Landmarken AG melden“, so der Projektentwickler.
Ein symbolisches Bild ergab sich Ende Juni 2015: Opel Bochum „am Boden“. Ein Kran hievte den prägnanten Schriftzug vom Verwaltungsgebäude am Werk I. Der Schriftzug - so wurde damals mitgeteilt - werde von der Adam Opel AG in Abstimmung mit dem Denkmalschutz eingelagert. Damit solle eine angestrebte Vermarktung des Verwaltungsgebäudes erleichtert werden.

Was wird auf dem Dach stehen?

Die Vermarktung ist nun vollzogen, stellt sich also die Frage nach den Buchstaben und dem Blitz. Fakt ist: Die Landmarken AG hat den Schriftzug nicht mitgekauft und plant auch nicht, ihn zu verwenden. Die Bochum Perspektive 2022 erklärte auf Stadtspiegel-Anfrage, dass es Überlegungen gebe, einen Schriftzug - dem alten ähnlich - zu montieren, der eine neue Ausrichtung transportiert. "O-Werk" ist dafür im Gespräch. Wie das Verwaltungsgebäude (D1) bleibt auch die einstige Acetylen-Erzeugung (Gebäude D2) erhalten. Hier soll künftig auf die Geschichte des Ortes mit der Zeche Dannenbaum und dem Automobilbau eingegangen werden.

Hintergrund:

Die Landmarken AG zählt mit zahlreichen Projekten in vielen Städten und einem Projektvolumen von 480 Millionen Euro zu den namhaften Projektentwicklern in NRW. Sie realisiert Büro- und Spezialimmobilien, unter anderem Verwaltungsbauten, Forschungsimmobilien und ganze Quartiersentwicklungen. Hintergrund Die Landmarken AG zählt mit zahlreichen Projekten in vielen Städten und einem Projektvolumen von 480 Millionen Euro zu den namhaften Projektentwicklern in NRW. Sie realisiert Büro- und Spezialimmobilien, unter anderem Verwaltungsbauten, Forschungsimmobilien und ganze Quartiersentwicklungen.

Von Marc Keiterling
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3 Kommentare
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Norbert Walde aus Bochum | 08.10.2016 | 12:52  
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Peter Bernhard Lögers aus Bochum | 08.10.2016 | 18:21  
13.688
Volker Dau aus Bochum | 08.10.2016 | 22:41  
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