Neue Anlaufstelle für Flüchtlinge: Amt für Soziales hat seine Hilfen im Stadtgebiet zentralisiert

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In diesem Gebäude an der Diekampstraße 26 hat das Amt für Soziales die Hilfen für Flüchtlinge und Asylbewerber zentralisiert.

Eine zentrale statt mehrerer Anlaufstellen für Flüchtlinge und Asylbewerber gibt es ab morgen, 2. Februar. Das Amt für Soziales hat die Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die Beratung und Betreuung der Asylsuchenden sowie die Verwaltung von Übergangseinrichtungen in einem Gebäude an der Diekampstraße 26 zusammengelegt.

Bisher erfolgten die Beratungen und die Bearbeitungen von Anträgen im Bildungs- und Verwaltungszentrum (BVZ) in der Innenstadt sowie in den Bezirksverwaltungsstellen. „Wir wollten den Servicegedanken in den Mittelpunkt stellen“, erläutert Ute Bogucki, Leiterin des Amts für Soziales, den Grund für die Umstrukturierung. So ließen sich zum Beispiel Vertretungsregelungen für erkrankte Mitarbeiter an einem zentralen Ort besser handhaben. Für die Flüchtlinge und Asylbewerber soll der neue Standort kürzere Wege sowie raschere Umzüge und Verlegungen bedeuten.
Für zehn Jahre hat die Stadt das Gebäude an der Diekampstraße angemietet. Seit Juli 2016 wurde es für die Zwecke der Verwaltung umgebaut. Mit seinen 2.400 Quadratmetern auf vier Etagen sowie einem Lager im Untergeschoss bietet es Raum für 98 Arbeitsplätze. Seit Wochenbeginn sind 70 Mitarbeiter des Amts für Soziales aus dem BVZ und den Bezirksverwaltungsstellen in ihre neuen Büros umgezogen.„Wenn die Flüchtlingssituation so bleibt, werden wir die übrigen Arbeitsplätze nicht benötigen“, so Ute Bogucki. Sie könnten von anderen Dienststellen genutzt werden.

Vertrauliche Gespräche

Für die Betreuung der Flüchtlinge und Asylbewerber „sind mehr als 50 Einzelbüros für vertrauliche Gespräche eingerichtet worden“, erklärt Burkhard Garstka von den Zentralen Diensten. „Der Rest sind Doppelbüros.“
Jedes Büro verfügt aus Sicherheitsgründen im hinteren Bereich über eine Tür zu mindestens einem Nebenraum. „Außerdem gibt es eine Alarmierungsmöglichkeit über den PC“, so Ute Bogucki, und auch ein Sicherheitsdienst werde vor Ort sein. Dessen Mitarbeiter würden wie bisher im BVZ darüber hinaus für die Orientierung der Besucher sorgen, ergänzt Sandra Schotte vom Amt für Soziales.
Zudem ist das neue Gebäude mit mehreren Wartezonen ausgestattet. Hieran mangelte es bislang, wenn Flüchtlinge und Asylbewerber zu einem Termin in die dritte Etage des BVZ kamen. „Dort mussten wir die Leute im Foyer des BVZ warten lassen“, schildert Bogucki die Situation.

Sechs Flüchtlingsbüros geplant

In dem Haus an der Diekampstraße wird außerdem das erste von insgesamt sechs Flüchtlingsbüros, deren Angebot sich vor allem an ehrenamtliche Flüchtlingshelfer richtet, untergebracht. „Es gibt viele Fragen, die die Ehrenamtlichen an uns herantragen“, erläutert Schotte. Letztlich soll in jedem Stadtbezirk ein Flüchtlingsbüro entstehen.
Mit dem Umzug der für die Angelegenheiten der Geflüchteten zuständigen Mitarbeiter des Amts für Soziales vom BVZ zur Diekampstraße ist darüber hinaus die Verlagerung der Grundsicherung von der Bezirksverwaltungsstelle Nord ins BVZ verbunden. „Die Grundsicherung der Bezirksverwaltungsstelle Süd folgt Mitte des Jahres“, kündigt Bogucki an.
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