Von der Idee bis zum ausgereiften Geschäftsplan – Senkrechtstarter kürt Sieger

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Das Team Physec freute sich über den ersten Platz und 15.000 Euro. (Foto: Molatta)
 
Der neunte Senkrechtstarter ging feierlich zu Ende. Bisher sind aus dem Wettbewerb mehr als 410 Unternehmen und 1388 Arbeitsplätze entstanden. (Foto: Molatta)
Nachhaltige Mode, sicheres Internet der Dinge und einfaches Sprachenlernen: Das sind nur drei von 43 spannenden Geschäftsideen, die für den Gründungswettbewerb Senkrechtstarter eingereicht wurden. Der bundesweite Businessplan-Wettbewerb endete am Donnerstag in der Hochschule für Gesundheit mit der feierlichen Bekanntgabe der Sieger.

Vor neun Jahren wurde der Senkrechtstarter ins Leben gerufen. Er hat von Beginn an das Ziel, neue Unternehmen in Bochum, Witten und Herne anzusiedeln. Die zukünftigen Gründer führt der Wettbewerb in nur sechs Monaten mit Seminaren und ein Expertentipps zum ausgereiften Businessplan. Insgesamt 241 Gründungswillige nahmen an der neunten Ausgabe teil. Sie übergaben im Herbst 2015 ihre Geschäftsidee an die Jury. Jeweils zwei unabhängige Gutachterinnen und Gutachter bewerteten die eingereichten Vorhaben. „Wir hatten dieses Jahr so viele und so gute Businesspläne wie noch nie zuvor‘‘, sagt Daniel Merkler, Leiter des Wettbewerbs bei der Bochum Wirtschaftsentwicklung.

Gewonnen haben Dr. Benedikt Driessen, Dr. Heiko Koepke und Christian Zenger. Mit ihrer Firma Physec wollen sie maximalsichere, nutzerfreundliche und kostengünstige Software- und Hardwarelösungen zur Absicherung des Internets der Dinge entwickeln und produzieren. Als Spin-off des Horst Görtz Instituts für IT-Sicherheit kombiniert Physec Kenntnisse und Forschungsergebnisse aus der Nachrichtentechnik und IT-Sicherheit. Auch den zweiten Platz konnte eine Softwarelösung ergattern: Martin Bednorz, Hendrik Buchwald und Johannes Dahse bieten Webseitenentwicklern mit ihrer Software Rips eine automatisierte Sicherheitsanalyse an. Mit neuen Analysetechniken werden bisher unauffindbare Schwachstellen an Webseiten erkannt und beseitigt. Jürgen Engelhardt und Christian Müller sah die Jury auf Platz drei: Kochmomente heißt ihre Innovation. Sie haben die Idee einer barrierefreien Kochschule für das Ruhrgebiet. Kreative Köche sowie unterfahrbare, hydraulisch absenkbare Kochsegmente machen aus einer alten Metzgerei im Ehrenfeld einen kulinarischen Spielplatz für alle und ermöglichen es, Inklusion zu leben.

„Der eigentliche Gewinn ist beim Senkrechtstarter enge Netzwerke geknüpft, seine Geschäftsidee geschärft und tiefschürfende Beratungsangebote wahrgenommen zu haben und nicht unbedingt auf dem Siegertreppchen gelandet zu sein“, erklärt Werner Fuhrmann, Abteilungsleiter Gründung & Wachstum bei der Bochum Wirtschaftsentwicklung. Das bestätigen auch die weiteren sechs Gründer-Teams, die sich gemeinsam den vierten Platz teilen: Natalie Brüne und Benedikt Martinac, (Friendsome), Katrin Lorenz-Wehmeyer (Modellmacher), Tim Janus und Nils Trebes (Rubin Games), Beate und Thomas Schülke (Schülke Cinema Consult), Henrik Beige (Talking Traveller) und Joseph Kevenhörster (Zelebo).

Die drei ersten Plätze sind mit jeweils 15.000, 10.000 und 5.000 Euro dotiert. Die Sparkasse Bochum sponsert den 1. Platz. Die sechs weiteren Teilnehmer erhalten je 3.000 Euro. Die gesamte Summe erhalten die Gewinner jedoch erst nach der Unternehmensgründung in Bochum oder in den Kooperationskommunen Herne und Witten.

Der Innovationspreis für die beste Hochschulausgründung ist mit 7.500 Euro dotiert und wird durch rubitec – Gesellschaft für Innovation und Technologie der Ruhr-Universität Bochum vergeben. Er geht ebenfalls an das Team Physec. Beim Sonderpreis Networker NRW erhalten die prämierten Unternehmen – Rubin Games, Rips und Physec – ein Jahr kostenlose Mitgliedschaft im IT-Verband Networker NRW. Der Sonderpreis Ansiedlung beinhaltet ein halbes Jahr kostenfreie Miete im Kulturwerk Lothringen. Er ging an das Team Rubin Games.
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