"Erlebnis-Lernen" in der Altenpflege

Anzeige
Die aktuellen Auszubildenen des DRK zeigten den Teilnehmern den Umgang mit dem Blutdruckmessgerät.
 
Mit einem UV-Licht-Strahler konnten die Teilnehmer des „Erlebnis-Lernens“ selbst testen, wie gut sie ihre Hände desinfiziert hatten.

Unter dem Titel „Erlebnis-Lernen“ veranstaltete das Fachseminar des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für Altenpflege in Kooperation mit dem DRK Hospizdienst Aktionstage, bei denen Schüler durch praktische Übungen einen ersten Einblick in das Berufsfeld bekommen konnten.

Eine Fahrt im Rollstuhl, der Umgang mit dem Tod und das Blutdruckmessen: Diese Themen sind Bestandteil der Altenpflegeausbildung. Um diese einmal praktisch erlebbar zu machen, gaben Dozenten und Auszubildende des DRK Fachseminars Schülern Einblicke in die tägliche Arbeit mit Senioren.
Beim DRK gibt es gleich zwei Ausbildungsgänge, die auf das Berufsfeld der Altenpflege abzielen: „Wir bieten zum einen eine einjährige Altenpflegehilfsausbildung an, die bereits mit dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 angetreten werden kann. Sie ist oft ein guter Einstieg, gerade wenn der Berufsanfänger noch in der Findungsphase ist. Zum anderen – oder auch als Aufbau auf die einjährige Ausbildung – gibt es bei uns die dreijährige Altenpflegeausbildung. Zugangsvoraussetzung ist hier der Hauptschulabschluss nach Klasse 10“, so Astrid Fischer, Leiterin des Fachseminars.
An fünf thematisch unterschiedlichen Lernstationen konnten die Schüler direkt in praktische Übungen einsteigen.
„Ich strebe aktuell einen Abschluss als staatlich geprüfter Sozialassistent an. Danach möchte ich mich weiter im Gesundheitswesen orientieren“, so der 24-jährige Marvin Zurke. Gemeinsam mit seinen Mitschülern nahm er die Herausforderung an den verschiedenen Stationen an. So lernten die Teilnehmer, dass es nicht reicht, sich die Hände schnell mit einem Desinfektionsmittel einzureiben. Mittels UV-Licht zeigten die Auszubildenden des DRK, wie wichtig eine sorgfältige Handhabe ist.
Besonderen Spaß hatten die Schüler an einem Parkour, der mittels Rollstuhl oder Rollator befahren werden sollte. Hier zeigte sich, dass die Handhabe einen gewissen Kraftaufwand und Übung erfordert.
Brigitte Rathofer, Koordinatorin des DRK Hospizdienstes, führte die Schüler an das Thema Tod und Sterben heran. Gemeinsam wurde eine Mind-Map erstellt, indem die Jugendlichen unter einem Schlagwort wie beispielsweise „Angst“ eigene Empfindungen und Gedanken ergänzen konnten.
Um auch nach der Ausbildung lange und gesund im Bereich der Altenpflege arbeiten zu können, bietet das Fachseminar des DRK seinen Schülern eine Besonderheit an: „Neben den vielschichtigen Ausbildungsinhalten und praktischen Erfahrungen ist uns auch an der Gesundheit unserer Auszubildenden gelegen. Deshalb haben wir einen Kinästhetik-Grundkurs in die dreijährige Ausbildung integriert. Hier lernen die Teilnehmer das richtige Heben und Tragen, um beispielsweise einem Bandscheibenvorfall vorzubeugen“, so Astrid Fischer. Auch die Teilnehmer des „Erlebnis-Lernens“ konnten selbst einmal testen, wie das richtige Heben funktioniert.
Nachdem die Stationen von allen Schülern erfolgreich besucht worden waren, kamen Teilnehmer, Auszubildende und Dozenten noch einmal zusammen, um das Erlebte zu reflektieren. „Wir freuen uns, dass die Schüler unser Angebot so offen angenommen haben. Vielleicht werden wir ja den einen oder anderen bei unserem nächsten Ausbildungsstart begrüßen dürfen“, resümiert Astrid Fischer.

Eine Bewerbung zur Altenpflegeausbildung ist jederzeit möglich. Weitere Informationen hierzu gibt es unter Tel.: 9445138.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.