Neue Frisurentrends im Riff: Experimentierfreudig und kreativ

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Edgar Pferner (rechts) zeigte gemeinsam mit seinen Modellen die aktuellen Trends für die neue Saison. (Foto: Suchomel)
 
Bei den Damentrends für diese Saison dürfen fleißig Farben und Formen variiert werden.

Bei der Vorstellung der aktuellen Frühjahrs- und Sommertrends im Bereich Hairstyling, Farbgestaltung und Kosmetik der Friseur-Innung Bochum in Kooperation mit dem Hause L’Oréal im Riff im Bermuda-Dreieck nahm sich Friseur-Obermeister Edgar Pferner etwas Zeit, um dem Stadtspiegel etwas über die aktuellen Looks zu verraten.

Von Chantal Suchomel

Damentrends


Als Friseur-Obermeister behalten Sie die aktuellen Trends stets im Blick. Wie sieht es 2015 aus? Auf welche Trends im Bereich Damenfrisuren dürfen wir uns freuen?
Pferner:
Als Motto bei den Frauen gilt: „Nicht perfekte, sondern natürlich gemachte Frisuren dominieren das Jahr 2015.“ Es geht nicht mehr darum, die perfekte Locke herzustellen, der Haarschnitt soll eher weich fallen und der Kundin schmeicheln. Eine gewisse Lockerheit und Weiblichkeit sollen vermittelt werden.
Kurz-oder Langhaarfrisuren, wohin geht der Trend?
Pferner:
Das kommt auf die Kundin an. Bei Kurzhaarfrisuren sind es Schnitte, die seitlich eher kurz gehalten sind, das Deckhaar bleibt jedoch und durch die Längenunterschiede entsteht eine gewisse Flexibilität im Styling. Klare oder verspielte Linien unterstützen das Gesamtbild. Nena gilt dabei als aktuelles Vorbild für mutige Frauen.
Langhaarfrisuren sind beliebt wie eh und je. Es wird mit konkaven und konvexen Formen gearbeitet, wodurch ein interessantes Erscheinungsbild entstehen soll. Locken, Natur- oder Wasserwellen dürfen 2015 gerne häufiger gestylt werden. Bei Locken ist darauf zu achten, dass diese geschmeidig und nicht zu streng fallen.
Pony ja oder nein?
Pferner:
Der Pony als solcher wird neu erfunden. Ob schräg oder voluminös geschnitten, er wertet jede Frisur extrem auf, muss aber genauestens auf den Typ abgestimmt sein. Farbverläufe vom Deckhaar zum Pony eignen sich dabei sehr gut.
Welche Bedeutung erfahren Flechtfrisuren dieses Jahr?
Pferner:
Die Möglichkeit des Flechtens wird immer beliebter. Seien es eingearbeitete geflochtene Elemente, die mit Locken und gekreppten Haaren eine Frisur vollenden, oder lockere, rockige Frisuren, die mit Stirnbändern aufgewertet werden. Die Natürlichkeit des Sommers wird durch Blumengestecke im Haar unterstrichen.
Und wie stehen Sie zum Thema „Farbe“?
Pferner:
Mit Farben kann man experimentieren. Aktuell im Kommen sind erdige Naturtöne, kräftige Rottöne und eine Bandbreite von kühlen bis zu sanften Blondtönen. Auch gleichmäßig verteilte Strähnen dürfen gerne eingesetzt werden. Farbübergänge im Pony- oder Nackenbereich locken zudem jede Frisur auf. Dabei sollte z.B. mit helleren und dunkleren Tönen gearbeitet werden.
Mut zur Farbe heißt das aktuelle Motto. Ob kräftige Pink- oder Blautöne, jeder sollte das tragen, wozu er Lust hat. In Verbindung mit Sidecuts können progressive Formen ausgearbeitet werden, die die Frisuren zu Blickfängern machen.

Herrentrends


Was ist bei den Herren momentan „in“?
Pferner:
Tollen in allen Variationen und Formen. Ob lang und seitlich, voluminös und undefiniert oder kurz und flippig gestylt, sie sind ein Hingucker bei jedem Mann. Auch die sogenannten Undercuts bleiben immer noch modern. Die längere Partie sollte dem natürlichen Fall des Haares folgen und Nackenbewegungen ausgeschnitten werden, ähnlich wie bei George Clooney, der als Vorbild gilt.
Wie sieht es mit Stylingprodukten aus?
Pferner:
Bei Männern empfehle ich Wax und Spray zum ausmodellieren. Gerade bei einer Tolle bedarf es Haltes und Form. Aber auch das längere Deckhaar bei einem Undercut sollte definiert gestylt werden.
Und darf man das männliche Haupthaar 2015 mit Farben aufwerten?
Pferner:
Warum nicht?! Was lange ein „No-Go“ war, ist dieses Jahr nicht unmöglich. Farbliche Highlights im Bereich Naturtöne gestalten bei Herren ein komplett neues Erscheinungsbild. Es ist jedoch zu beachten, dass es nicht gefärbt oder überladen aussieht. Bei blonden Haaren kann man z.B. aschige Strähnen nutzen.

Kosmetik

Ein gutes Hairstyling wird oftmals durch Schminke komplettiert. Stimmt das?
Pferner:
Das stimmt. Hairstyling und Kosmetik stehen in enger Verbindung miteinander. Wer eine perfekte Frisur haben möchte, verzichtet dabei selten auf ein abgestimmtes Make-up. Es gilt also als Vollendung des Stylings und zudem als unterstützendes Element. Nicht um sonst werden eine Vielzahl an Pinseln, Schwämmen und Farben dafür genutzt. Es ist eine Art „Kunst“ im Gesicht.
Was ist Ihrer Meinung nach beim Make-Up der Augen zu beachten?
Pferner:
Wie unsere Auszubildenden auf der Bühne gezeigt haben, gilt der Leitsatz: „Entweder Augen oder Lippen betonen!“ Eine der beiden Partien sollte dabei als Hingucker geschminkt werden, sonst wirkt es überladen. Weiche Übergänge und Konturen kennzeichnen ein gekungenes Make-Up.
Wie sieht es bei den Augen aus? Welcher Trend ist dort zukünftig zu sehen?
Pferner:
„Mut zur Farbe“ heißt es. Die uns allen bekannten „Smokey Eyes“ werden neu definiert. Statt Schwarz-/Grautönen werden erdige, braune Töne benutzt oder Farben von bunten Oberteilen aufgegriffen, also entstehen „bunte Smokey Eyes“.
Sind balkig, extrem nachgeschminkte Augenbrauen noch „in“?
Pferner:
Nein, auf keinen Fall. Die Natürlichkeit steht im Vordergrund. Die gegebene Form sollte nicht verändert, sondern nur ins rechte Licht gerückt werden.
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