Dreierpack von Hinterseer beschert den Profis des VfL Bochum trainingsfreie Tage: "Einfach nur glücklich!"

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Trainer Robin Dutt gönnt seiner Mannschaft ein langes Wochenende. Foto: Molatta
 
Lukas Hinterseer hatte gegen Sandhausen gleich dreimal Grund zum Jubeln. Archivfoto: Molatta
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Am Freitagnachmittag geht es für die Spieler des VfL Bochum ins lange Wochenende. Erst am Montag um 15 Uhr bittet Cheftrainer Robin Dutt zur nächsten Einheit - bis dahin gibt‘s trainingsfrei. Verdienter Lohn für einen 3:2-Erfolg in Sandhausen und drei echte „Big Points“.

Auch ein erfahrener Trainer kann mal irren. In Sandhausen sei vom VfL wohl mal wieder eine starke Defensivleistung gefordert, hatte Robin Dutt vor dem Spiel vermutet, weil „bei uns derzeit nicht drei oder vier Tore pro Partie auf der richtigen Seite fallen.“
90 Minuten später durfte Dutt staunen und mit ihm ganz Fußball-Bochum: Der VfL hat tatsächlich drei Tore in einem Spiel erzielt, das innerhalb von nur 38 Minuten und dann auch noch nach einem 0:2-Rückstand - kaum zu glauben.

Hinterseer jagt eigene Bestmarke

Held des Tages war Lukas Hinterseer, auf dessen Konto alle drei Treffer gingen. Für den Stürmer ebenfalls Erleichterung pur, nachdem er zuvor zwar immer engagiert war, aber oft glücklos agiert hatte und nicht gerade als Synonym für effiziente Chancenverwertung galt: „Ich bin einfach nur glücklich. Einen Dreierpack macht man nicht alle Tage. Wir Angreifer haben zuletzt häufig in der Kritik gestanden, da tut so ein Erfolgserlebnis auch mal gut.“
Auf insgesamt neun Tore kommt Hinterseer nun und jagt damit seinen eigenen Rekord. Erfolgreicher war er in seiner Karriere noch nie. In der Aufstiegssaison mit Ingolstadt waren dem Österreicher ebenfalls neun Tore geklungen - allerdings in 32 Spielen.

Dass nicht nur der Mittelstürmer mit seinem Dreierpack neues Selbstvertrauen getankt hat, davon ist Stefano Celozzi überzeugt. Der Bochumer Kapitän glaubt im Abstiegskampf an einen Meilenstein für die gesamte Abteilung Attacke des VfL Bochum: „Das ist auch mal Balsam für die Seele unserer Offensiv-Kräfte, dass sie ausgerechnet gegen die beste Abwehr gleich drei Treffer erzielen konnten.“ Es sei ungemein „wichtig für die Moral, dass wir gegen die beste Defensive der Liga eine solche Partie noch gedreht bekommen haben.“

Testspiel bei Bayer Leverkusen

Für den VfL war es unter Dutt bereits der zweite Auswärtssieg in Folge, der die Profis nun mit einem besseren Gefühl in die Länderspielpause gehen ließ - und ihnen ein trainingsfreies Wochenende beschert hat. Zuvor wird noch einmal getestet: Am Donnerstag ist der VfL Bochum zu Gast bei Bayer Leverkusen, Anstoß ist um 15 Uhr.

In der 2. Liga geht es mit einem echten Osterei weiter - und hoffentlich nicht mit einem schlechten Aprilscherz: Am Ostersonntag, 1. April, um 13.30 Uhr gibt mit Eintracht Braunschweig eine Mannschaft ihre Visitenkarte im Ruhrstadion ab, die mit gerade einmal zwei Zählern mehr auf dem Konto schon auf Rang neun der Tabelle zu finden ist. Ein weiteres Indiz, wie eng es in der 2. Liga in diesem Jahr zugeht.


Gleich vier VfL-Jungprofis sind vom DFB für Länderspiele der U21 bzw. U20 nominiert worden. Während sich Philipp Ochs und Janni Serra mit der U21 in der EM-Qualifikation mit Israel (22.3., 19 Uhr in Braunschweig)und dem Kosovo (27.3., 18.45 Uhr in Mitrovica) auseinandersetzen müssen, ist Görkem Saglam für die U20 zu Länderspielen gegen Portugal (22.3., 16 Uhr in Coimbar) und Polen (27.3., 18 Uhr in Gütersloh) berufen worden. Luke Hemmerich steht hier auf Abruf bereit.
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