VfL Bochum schlägt Wattenscheid – Atalan: „Bin zufrieden mit der Einstellung der Jungs“

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Zufrieden nach seiner Premiere auf der Bochumer Bank: Ismail Atalan. Foto: VfL
 
Deutlich mit 6:1 setzte sich der VfL Bochum im Stadtduell bei der SG Wattenscheid 09 durch. Foto: VfL
Bochum: Vonovia Ruhrstadion | Premiere geglückt, Trainer zufrieden: Nach dem 6:1-Erfolg des VfL Bochum im stadtinternen Testspiel bei der SG Wattenscheid hat der neue Coach Ismail Atalan seiner Mannschaft ein ordentliches Zeugnis ausgestellt.

Ismail Atalan, wie fällt Ihr Fazit nach dem 6:1-Sieg in Wattenscheid aus?
Ismail Atalan: Ich denke, wir haben das ganz ordentlich gemacht. Ich erwarte in einer solchen Partie, dass man den Klassenunterschied sieht. Wir wollten versuchen, so viele Torchancen wie möglich herauszuspielen. Wenn die Zuschauer sich bei dem schlechten Wetter auf den Weg machen, haben sie das zumindest verdient. Es gibt immer noch Situationen, in denen wir uns besser anstellen müssen. Aber das ist ganz normal.

Sie hatten kaum Zeit, die Spieler kennenzulernen. Wie stellt man dann eine Mannschaft zusammen?

Es war mir sehr wichtig, möglichst alle spielen zu lassen. Wir haben 22 Spieler aufgestellt, um uns einen guten Überblick zu verschaffen. Mehr kann man in dieser kurzen Zeit nicht machen. Ich wollte unbedingt, dass wir dieses Spiel ernst nehmen. Und ich wollte unbedingt, dass wir dieses Spiel gewinnen. Das waren die beiden Vorgaben, die haben die Jungs erfüllt.


"Für mich geht es in jedem Spiel um etwas"


Bei den Bochumer Treffern haben Sie schon ordentlich gejubelt, obwohl es nur ein Test war.
Ich freue mich immer über Tore. Für mich geht es in jedem Spiel um etwas. Einen Wettkampf muss man immer versuchen, zu gewinnen – egal, ob’s im Training oder in der Meisterschaft ist. Nur so bekommt man die richtige Mentalität. Ich bin zufrieden mit der Einstellung der Jungs, wie sie sich präsentiert haben und wie sie als Mannschaft aufgetreten sind. Wie jeder den anderen unterstützt hat, das hat mir ein positives Gefühl gegeben.

Anfangs haben Sie mehr still beobachtet, jeweils erst später an der Linie gecoacht?

Ich kenne die Spieler ja noch nicht so gut. Ich muss mir erst einmal die Laufwege anschauen und sehen, wie sie auf dem Platz handeln. Dann kann ich erst reagieren. Daher habe ich mir in den ersten 15, 20 Minuten jeweils erst einmal einen Überblick verschafft.

Jetzt muss sich eine Startelf aber schnell herauskristallisieren, schließlich startet der VfL schon am 28. Juli in die Saison.

Der erste Schritt ist gemacht. Jetzt habe ich einen ersten Überblick und kann anfangen zu arbeiten. Über das Training und über Einzelgespräche kann ich noch mehr Eindrücke sammeln. Es stimmt, dass wir nicht viel Zeit haben bis zum Saisonstart. Aber es wird reichen.

"Eine ungefähre Vorstellung habe ich schon"


Welchen Stellenwert haben die beiden Partien gegen Jena am Samstag und Erfurt am Sonntag?
Die Spiele sind für mich noch Teil der Testphase. Aber natürlich werden die Spieler schon auf der Position spielen, auf der ich mir auch vorstellen kann, sie dann einzusetzen. Eine ungefähre Vorstellung davon habe ich schon.

Wollen Sie in diesen Spielen und auch am nächsten Mittwoch gegen Groningen nochmal alle Spieler testen?
Den ersten halben Fingerzeig wird man am 22. Juli gegen Borussia Dortmund sehen. Vorher will ich einfach alle sehen. Gegen Wattenscheid haben einige gut gespielt, einige ein bisschen weniger gut. Aber es braucht mehrere Spiele, um einen echten Eindruck zu haben.

Und es braucht auch Zeit, ihre Ideen und Philosophie umzusetzen?

Genauso ist es, daher gebe ich den Jungs auch Zeit. Sie haben es insgesamt gegen Wattenscheid gut gemacht. Es ist immer wichtig, jedes Spiel ernst zu nehmen. Sie haben gezeigt, dass sie dazu in der Lage sind.
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