VfL Bochum verpasst Sieg gegen Kiel – Riemann: „Ich glaube nicht, dass wir mit dieser Leistung absteigen!“

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Hier kann Bochums Torhüter Manuel Riemann noch vor Marvin Ducksch klären. Später traf Kiels Torjäger doch noch. Foto: Molatta
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Nach dem 1:1-Remis gegen Holstein Kiel bleibt die Lage im Abstiegskampf für den VfL Bochum prekär. Nur ein Punkt trennt den Klub vom Relegationsrang. Auch deshalb ärgerte sich Manuel Riemann nach der Partie, dass es gegen den Tabellendritten nicht für drei Punkte gereicht hat. Im Interview erklärt der Torhüter aber auch, warum er trotzdem fest an die Rettung glaubt.

Manuel Riemann, wie ordnen Sie das Spiel und das Ergebnis gegen Holstein Kiel ein?
Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, gegen die für uns mehr möglich gewesen wäre. In der ersten Halbzeit haben wir es sehr gut gemacht, da haben wir die Läufe in die Tiefe gemacht und den Gegner vor schwere Entscheidungen gestellt. So ist auch das Tor gefallen. In der zweiten Halbzeit haben wir das leider gar nicht mehr hinbekommen.

Warum ging die zweite Halbzeit trotz des guten Beginns an den Gegner?
In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig für Entlastung gesorgt. Das war dann der Schlüssel. Ich muss aber auch sagen, dass Kiel trotzdem sehr wenig eingefallen ist. Mit Ausnahme des Treffers hatten sie keine wirkliche Torchance. Deswegen ist der Gegentreffer umso bitterer.

Was im Umkehrschluss aber auch bedeutet, dass der VfL Bochum defensiv sehr stabil steht.
Deswegen habe ich auch nicht so viel zu tun in den letzten Spielen. Abe gerade darum ist es ja umso ärgerlicher, dass wir eigentlich mit der einzigen echten Torchance von Kiel den Ausgleich kassieren. Wobei es so eine Riesenchance gar nicht war, aber man muss da auch Marvin Ducksch ein Kompliment machen. Ein überragender Stürmer, den hat er Weltklasse reingemacht. Ich denke nicht, dass es viele gibt, die den Ball aus der Position genau drei Zentimeter hinten neben dem Pfosten versenken. Hut ab!

Der VfL Bochum hatte auch durchaus noch gute Torchancen.
Wir hatten auch in der zweiten Halbzeit noch zwei gute Chancen. Auch beim Freistoß klärt Kiel gerade noch auf der Linie. Das sind so Kleinigkeiten, die dann aber entscheidend sind. Stehst du oben, gehen diese Dinger rein, stehst du unten, gehen sie eben nicht rein. Aber es hilft jetzt auch nicht, zu jammern. Wir müssen uns Woche für Woche unsere Chancen erarbeiten. Wir haben jetzt zwei Spiele in Folge getroffen. Das ist uns nicht immer gelungen in dieser Saison. So müssen wir jetzt weitermachen.

Es geht in der Tabelle weiterhin sehr eng zu, eigentlich helfen nur Dreier wirklich weiter. Wie schätzen Sie die Situation im Abstiegskampf jetzt ein?
Wir wollen 40 Punkte holen. Und dabei zählt am Ende jeder Punkt. Mit jedem Zähler kommen wir dieser 40-Punkte-Marke einen Schritt näher. Aus den letzten fünf Spielen haben wir jetzt acht Punkte geholt. Ich sage es mal so: Ich glaube nicht, dass wir mit dieser Leistung und dieser Mannschaft absteigen.

Das nächste Spiel führt den VfL Bochum am Samstag (17.3.) zum SV Sandhausen. Anstoß ist um 13 Uhr. Es ist die letzte Partie vor der Länderspielpause, weiter geht es danach erst am 1. April im Ruhrstadion gegen Braunschweig.
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