Sparkassenschließungen: Zweifel an den Angaben des OB

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Ohne Sparkassenstandort sollen viele Menschen in Bottroper Außenbezirken künftig auskommen. Rollende Alternativen hat der Vorstand scheinbar nicht ernsthaft geprüft. (Foto: Deutscher Sparkassen- und Giroverband.)
Im Streit um die Sicherung der Bargeldversorgung für Bewohner von Bottroper Außenbezirken legt DIE LINKE nun mit konkreten Forderungen gegenüber der Sparkasse und dem Oberbürgermeister nach.

Nach Informationen der LINKEN gibt es – anders als der OB in seiner Antwort an DIE LINKE zu dem Thema behauptet – keine Sicherheitsgründe, die gegen den Einsatz solcher Fahrzeuge spricht. „Wir haben beim Herstellers GS-Mobile, der etwa die Kreissparkasse Köln mit solchen Fahrzeugen beliefert hat, dazu nachgefragt“, erläutert LINKE-Ratsherr Niels Holger Schmidt. „Danach sind die Sicherheitsstandards dieser modernen Fahrzeuge gegen Diebstahl und Einbruch durch Überwachungs- und Meldesysteme so hoch, dass sie über dem Standard älterer konventioneller Filialen liegt“, referiert Schmidt. Schließlich ist laut Hersteller überhaupt kein einziger Fall eines Überfalls auf eine Mobile Filiale bekannt. Durch umfassende Sicherheitstechnik und GPS-Ortungssystem kann laut Hersteller eine mobile Filiale sogar in den bestehenden Rahmenvertrag der Versicherung für die andere Filialen integriert werden. „Diese Erkenntnisse lassen uns erheblich zweifeln, ob der Sparkassenvorstand und der OB die Beschaffung Mobiler Filialen überhaupt geprüft hat“, so Schmidt weiter.

Rollende Sparkasse ab 145.000€/h2>
Nach Angaben des Herstellers ist die Beschaffung eines solchen Fahrzeuges ab einem Preis von 145.000€ möglich. Fahrzeuge dieser kleinsten Filialklasse („Low Liner“) sind nach Herstellerangaben geeignet, maximal zehn konventionelle Außenstandorte zu ersetzen. Sie können darüber hinaus auch Marketing-Funktionen übernehmen.
„Auch wenn der OB aus der eingesparten Summe durch die Filialschließungen ein großes Geheimnis macht: Der Betrag für die Beschaffung eines solchen Fahrzeugs muss deutlich unter dem liegen, was die Sparkasse durch die Aufgabe von gleich vier Standorten einspart. Deshalb ist nicht einzusehen, dass die Last der Strukturveränderungen bei der Sparkasse allein von den Menschen in den Außenbezirken getragen werden soll“, fasst Schmidt zusammen. Er kündigt ferner an, zur Ratssitzung am 8. Dezember einen entsprechenden Antrag zu stellen.
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