„Zwei Zucker“: Veranstaltungsreihe zur Demenz mit "Klimbim-Opa" Wichart von Roëll

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Zum Lachen ist dem einstigen „Klimbim-Opa Benedikt“ immer noch zumute: In dem Kurzfilm „Zwei Zucker“ zeigt Wichart von Roëll allerdings, dass er seine Zuschauer auch in der ernsten Rolle eines Demenzkranken fesseln kann. (Foto: Kappi)

Ein Thema, das uns alle angeht und die Gesellschaft zukünftig mehr prägen wird denn je, hält bald in neun Städten des Ruhrgebiets Einzug – „Das Leben mit Demenz“. Unterhaltsam und ansprechend verpackt.

Die Veranstaltungsreihe „Zwei Zucker“ kombiniert Film, Künstlergespräch und Podiumsdiskussion und macht am kommenden Dienstag, 24. November, in Bottrop Station. Im Mittelpunkt der Roadshow, die ab 19 Uhr im Filmforum der VHS im Kulturzentrum, Blumenstr. 12-14, beginnt, steht der preisgekrönte Kurzfilm „Zwei Zucker“ mit seinem Hauptdarsteller Wichart von Roëll.
Der TV- und Bühnenschauspieler, der einem breiten Publikum besser als der „Klimbim-Opa“ aus der gleichnamigen Comedyserie der 70er Jahre bekannt ist, spielt den an Demenz erkrankten Anton.

Seine Frau Klara pflegt ihn selbstlos und aufopferungsvoll in den vertrauten vier Wänden bis zur Erschöpfung. Für den Film, der nach einer Idee und dem Drehbuch des Regisseurs Thore Schwemann entstand, war die Zusammenarbeit mit der 78-jährigen Klimbim-Legende die erste Wahl.
„Ich bin immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und diese Rolle war eine sehr reizvolle“, erklärt Wichart von Roëll, der sich unter anderem in langen Gesprächen mit der Leiterin einer Einrichtung für Demenzkranke auf die Figur vorbereitet hat, sein Engagement. Außerdem wird der Grimme-Preisträger von 1974 an der anschließenden Diskussion teilnehmen: „So tue ich etwas für die Gesellschaft und habe gleichzeitig Spaß.“

Beleuchtung aller wesentlichen Aspekte

Der 15-Minüter zeigt die typischen Verhaltensweisen der Angehörigen, das Bemühen um Normalität im Alltag und die Verleugnung nach draußen, beispielsweise gegenüber den Nachbarn. Dabei schafft er es in der knapp bemessenen Viertelstunde alle wichtigen Aspekte der Erkrankung zu beleuchten – schlechte Momente wie plötzliche Erinnerungsabbrüche und geistige Abwesenheit mitten im Dialog; und gute Zeiten, die zeigen, wie sehr es sich lohnt, das Gedächtnis durch gemeinsame Aktivitäten, Tanzen und die Erinnnerung an schöne Tage zu fördern.

In der Podiumsdiskussion, bei der sich das Publikum auch gerne mit einbringen kann, werden Experten unter anderem Alternativen zur häuslichen Pflege wie unter anderem die Tagespflege oder Demenz-WGs aufzeigen.
„In einer immer älter werdenen Gesellschaft wird die Zahl der demenziell Erkrankten voraussichtlich ab dem Jahr 2020 mehr als gewöhllich ansteigen“, so Susanne Schübel, 1. Vorsitzende des Vereins ID55, der die Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit den Kreisgruppen des Paritätischen NRW präsentiert. „So wie wir momentan aufgestellt sind, werden wir aber auch diese Herausforderung meistern.“
Bottrops Netzwerk sei mittlerweile aufgrund enger Kooperationen mit Krankenhäusern, Ärzten und innovativen Angeboten wie dem Demenz-Mobil gut ausgebaut, so Andrea Multmeier, Geschäftsführerin des Paritätischen.
Moderiert wird der Abend von Kirsten Beukenbusch, Demenz Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet. Der Eintritt ist frei.
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