Bakterien im Trinkwasser

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Bakterien im Trinkwasser an der Schulstraße wurden bei einer routinemäßigen Probe entdeckt. (Foto: Thiele)

Bakterien sind im Trinkwasser an der Schulstraße entdeckt worden. Daher hat die Gelsenwasser AG am Montag (27. Oktober) eine oberirdische Ersatzversorgungsleitung gelegt, um die zwölf betroffenen Anschlüsse (Schulstraße 27-37, 42-50, Eichenweg 22a und Waldfriedhof Bladenhorst) stattdessen darüber mit Trinkwasser zu versorgen.

Noch ist nicht geklärt, um welch ein Bakterium es sich handelt. „Das wird zurzeit untersucht“, erklärt Gelsenwasser-Sprecherin Heidrun Becker. Beeinträchtigungen der Anwohner durch das verunreinigte Trinkwasser seien nicht bekannt.
Bei kontinuierlichen Proben des Wassers, die mindestens einmal im Monat an festgelegten Stellen im Stadtgebiet entnommen werden, seien die Bakterien festgestellt und auch in einer Kontrollprobe zwei Tage später am 21. Oktober nachgewiesen worden. „Daraufhin haben wir letzte Woche die Leitungen gespült, aber die Probleme waren noch da“, so Becker.
Eine Weiterverbreitung der Bakterien über das Trinkwassernetz sei ausgeschlossen, da Wasser nur eine Fließrichtung habe. „In diesem Abschnitt fließt es in Richtung der Häuser.“ Zudem ist der Strang am Montag außer Betrieb genommen worden.
Die Anwohner an der Schulstraße werden nun vorübergehend über eine Ersatzwasserleitung versorgt, von der aus Abzweige in jedes der Häuser gelegt wurden. „Zur Sicherheit ist das Wasser leicht gechlort, kann aber für alle Anwendungen im Haushalt genutzt werden.“
Nachdem die mit Bakterien verunreinigte Leitung bereits mehrmals gespült worden ist, sollen weitere Maßnahmen zur Ursachenforschung ergriffen werden. So soll die Leitung gereinigt werden, in dem Schwammgummikugeln hindurchgeführt werden. Zudem sollen die Hydranten überprüft und eventuell ausgetauscht werden. Parallel dazu würden weiterhin so lange Proben entnommen, bis die Wasserqualität wieder in Ordnung sei, so Becker. Dabei stehe man in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen.
Erst in diesem Sommer ist die Trinkwasserleitung an der Schulstraße erneuert worden. „Es ist möglich, dass dabei die Bakterien durch einen Werkstoff eingetragen wurden“, erläutert Becker. Bisher sei dies jedoch lediglich eine Vermutung. „Nach jeder Baumaßnahme wird das Wasser beprobt, und es war einwandfrei.“ Deswegen werde nun untersucht, warum so viele Wochen später Bakterien aufgetreten seien.
„Wir wissen nicht, wann wir auf die Ursache stoßen werden.“ Die Gelsenwasser-Sprecherin schätzt daher, dass die Versorgung der Anwohner an der Schulstraße über die Ersatzwasserleitung noch einige Tage andauern wird.
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