Beckumer Straße: Königsweg in Sicht

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Suchten nach einer Lösung: Achim Waldert, Verkehrsexperte beim Ordnungsamt (rechts), und Bürgermeister Johannes Beisenherz beim Ortstermin mit Anwohnern der Beckumer Straße und weiteren Becklemern.

„Wir haben etwas dagegen, dass die Beckumer Straße als Abkürzung genutzt und hier gerast wird“, sagen Heike Schmidt, Klaus Stiller und Hans-Jost Luck.

Das Schild „Anwohner frei“ halte „Ortsfremde“ nicht davon ab, hier durchzufahren. Die Becklemer selbst sollten die Straße nutzen können (und damit alle als Anwohner gelten), so der Tenor im Stadtteil.
Bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Johannes Beisenherz und Vertretern der Fachverwaltung wurde jetzt gemeinsam nach einer Lösung gesucht. Initiiert wurde der Termin von Franz Rüping. Er und andere Becklemer hatten vor Kurzem 390 Unterschriften im Ortsteil gesammelt und „Freie Fahrt für Becklemer Bürger“ gefordert (wir berichteten).

2007 sei der Beschluss gefasst worden, „den Durchgangsverkehr hier rauszunehmen“, blickt Achim Waldert, Verkehrsexperte beim Ordnungsamt, zurück. Entsprechende Schilder wurden aufgestellt. Jahrelang ging alles gut. „Bis die Polizei einen Süd-Becklemer herausfischte, der zahlen musste. Da fing das ganze Drama an“, so Waldert. Doch er zeigt sich „verhalten optimistisch“, dass es in absehbarer Zeit (noch in diesem Jahr) eine Lösung gibt. Mit Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVo) am 1. April trat auch ein neues Zusatzschild (nur Durchgangsverkehr) auf den Plan. So könnte der Durchgangsverkehr aus einer Straße herausgehalten werden, den Anwohnern die Durchfahrt jedoch erlauben.

Bisher tauche dieses Zusatzschild in der StVo nur im Zusammenhang mit Lkw auf, erklärt Waldert. Über die Bezirksregierung habe er einen Antrag beim Ministerium in Düsseldorf gestellt, dieses neue Schild (angepasst an die Becklemer Verhältnisse) für Becklem freizugeben.

Die Anwohner zeigten sich mit der in Aussicht gestellten Lösung zufrieden. „Es scheint offensichtlich so etwas wie einen Königsweg zu geben“, so der Bürgermeister. Noch sei das Schild nicht da, gibt Franz Rüping zu Bedenken.
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