Bühne als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt

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Noch viel Arbeit bis zur Theaterpremiere am 18. Dezember haben die Organisatoren und Teilnehmer von JobAct vor sich.

„Es zeigt einem, dass man doch etwas kann, dass man doch etwas ist“, sagt Stefanie Kieler über das Projekt JobAct. Zusammen mit neun weiteren Arbeitslosen stellt sie im Rahmen des Projekts zurzeit ein Theaterstück auf die Beine, das am 18. Dezember im ehemaligen kik-Laden, Lange Straße 73, Premiere feiert.

„Es geht darum, den Teilnehmern Motivation zu geben und ihnen Perspektiven zu zeigen“, erklärt Theaterpädagoge Matthias Hecht die Intention des knapp einjährigen Projekts. Getragen wird das bundesweite Projekt, das sich an ALG II-Empfänger richtet, von der Projektfabrik Witten, die in Castrop-Rauxel mit dem Jobcenter und dem Verein „Jugend in Arbeit“ zusammenarbeitet.
Seit Ende Juni machten die Teilnehmer unter Anleitung der beiden Theaterpädagogen Matthias Hecht und Denise Rech zunächst Sprach- und Kommunikationstraining und improvisierten einige Szenen, bevor sie mit den Proben zu Woody Allens Komödie „Gott“ begannen. Bis Ende des Jahres haben sie dafür den ehemaligen kik-Laden in Habinghorst angemietet.
Darauf folgt bis Ende April 2015 eine Praktikumsphase, während der die Arbeitslosen die Möglichkeit haben, entweder in ihrer alten Tätigkeit wieder Fuß zu fassen oder etwas Neues auszuprobieren. Kevin Zerbe gehört zu den Teilnehmern, die schon während der Inszenierungsphase ein einwöchiges Praktikum gemacht haben – bei einer Druckerei. Daran möchte er während der offiziellen Praktikumsphase anknüpfen.
Nicht nur die Praktika, sondern auch die Theater­arbeit sollen den Projektteilnehmern dabei helfen, wieder eine Arbeitsstelle zu finden. Schon in den ersten Monaten konnten sie positive Erfahrungen sammeln. „Das Projekt bietet Langzeitarbeitslosen die Chance, wieder aus sich selbst herauszukommen und an sich zu arbeiten“, erzählt Tom Frieling. Daneben erhofft er sich, dass ihm das Projekt dabei hilft, Arbeitgebern zu zeigen, dass er etwas drauf hat. Falk Lohse ergänzt: „Ich habe Scheu abgelegt. Aufzutreten, wie ich es jetzt tue, hätte ich mich zu Beginn nicht getraut.“
Außerdem habe man gelernt, dass im Theater nicht nur Schauspieler arbeiten, so Dennis Steinbrink. Vor allem viele handwerkliche Berufe finden sich hinter den Kulissen, und so bauen auch die Teilnehmer des JobAct-Projekts ihr eigenes Bühnenbild.
ALG II-Empfänger, die sich kurzfristig an der Inszenierung beteiligen möchten, können sich unter Tel. 0157/73243247 melden.
Die Premiere der Komödie „Gott“, in der im Jahr 500 v. Chr. ein Schauspieler und ein Dramatiker, der ein Stück geschrieben hat, dem noch das Ende fehlt, aufeinandertreffen, findet am 18. Dezember um 20 Uhr im ehemaligen kik-Laden, Lange Straße 73, statt. Zwei weitere Aufführungen folgen am 19. und 20. Dezember, ebenfalls um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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