Hängepartie bei der Bunkerbemalung

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Die Wandgestaltung für den Bunker an der Lönsstraße wird zur Hängepartie. (Foto: Schulz)

„Ich hänge in der Luft“, sagt Sigurd M. Schulz, der bekanntlich die Frontseite des Bunkers an der Lönsstraße mit einer Bemalung versehen möchte. Wie berichtet, hatte er im November, als er den Mitgliedern des Kunst- und Gestaltungsbeirats zwei weitere Entwürfe vorstellte, erfahren, dass es möglicherweise eine Investorengruppe für den Bunker gibt.

Schulz ist nach wie vor daran interessiert, die Fassade des Bunkers zu gestalten. Doch wie konkret das Interesse des Investors ist, hat er bis heute nicht in Erfahrung bringen können. Davon macht Schulz aber sein weiteres Engagement abhängig. „Das kostet viel Arbeit“, macht er deutlich, und bevor er nicht wisse, ob das Kunstprojekt eine Zukunft habe, wolle er auch keine Sponsoren für die Finanzierung akquirieren.

Keine Rückmeldung

„Herr Oldengott hat mir vor Weihnachten gesagt, dass es am 18. Januar ein Treffen der Stadtverwaltung mit dem potentiellen Investor geben wird“, so Schulz. Seit dem 18. Januar habe er deswegen versucht, den Leiter des Bereichs Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung zunächst telefonisch und in dieser Woche auch per E-Mail zu erreichen, aber bisher keinen Erfolg gehabt.
Auf Stadtanzeiger-Nachfrage möchte Martin Oldengott zurzeit keine Auskünfte zu möglichen Investoren für den Bunker geben.
Beim Bereich Stadtplanung und Bauordnung wiederum ist man der Meinung, dass der Ball jetzt bei Sigurd Schulz liegt. „Ein Vorschlag kam beim Kunst- und Gestaltungsbeirat sehr gut an, und Herr Schulz wurde gebeten, weitere Varianten einzureichen“, erklärt der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt. Doch hier beißt sich die Katze in den Schwanz, da Schulz dies nicht tun wird, bevor er nicht weiß, wie es mit dem Investor weitergeht.

Politik informieren

„Das ist ein privates Projekt mit bürgerschaftlichem Engagement“, sagt Philipp Röhnert, Leiter des Bereichs Stadtplanung und Bauordnung. Nun läge es an Schulz, die Politik darüber zu informieren. Ein Umstand, der Schulz ein wenig sauer aufstößt. „Die Stadt ist interessiert, weil es sie nichts kostet, aber dann wollen alle alles entscheiden.“
Wie Dobrindt erläutert, sollen in der Tat die Mitglieder des Bauausschusses das letzte Wort haben. „Das fällt in die Kategorie ,Bauvorhaben von besonderer städtebaulicher Bedeutung‘“ – ein Punkt, der auf jeder Tagesordnung des Bauausschusses auftaucht.
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