Kurze Wege zur Feuerwache Henrichenburg

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Vollgepackt mit technischer Ausrüstung für alle möglichen Einsätze sind die Feuerwehr-Fahrzeuge des Löschzuges Henrichenburg. Heiko Neels (l.) und Heiner Holtkotte zeigen einen Teil davon.
 
Drei Fahrzeuge passen in die Halle des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Hedwig-Kiesekamp-Straße.

„Wir sind glücklich, dass wir mit der neuen Wache am alten Standort geblieben sind. Vor allem wegen der kurzen Wege. Viele brauchen ja nicht einmal ein Auto, um zur Feuerwache zu kommen“, erzählt Heiko Neels vom Löschzug Henrichenburg.

Seit Ende September 2014 ist der Löschzug Henrichenburg der Freiwilligen Feuerwehr im neuen Haus am alten Standort an der Hedwig-Kiesekamp-Straße.
Heiner Holtkotte, seit 25 Jahren Mitglied dieses Löschzuges, teilt die Freude und ergänzt: „Seit 1908 gibt es die Freiwillige Feuerwehr im Dorf, seit 1927 das Gerätehaus an der Hedwig-Kiesekamp-Straße. Das neue Gerätehaus findet auch in der Nachbarschaft viel Zuspruch“, berichtet Holtkotte.
Während der Bauarbeiten war der Löschzug ausquartiert und kam beim Technischen Hilfswerk (THW) an der Oskarstraße in Habinghorst unter.

Atmosphäre noch nüchtern

„Die Räumlichkeiten fürs Personal waren an der Hedwig-Kiesekamp-Straße nicht mehr angemessen. Und auch der Platz für die Fahrzeuge wurde zu knapp“, erläutert Holtkotte die Hintergründe für den Neubau der Wache.Noch fehlen Bilder an den Wänden. Die Atmosphäre ist eher nüchtern und sachlich. Doch die 47 Männer und eine Frau – das ist das ehrenamtliche Team des Löschzuges Henrichenburg – haben längst Besitz ergriffen von ihrer neuen Wache.
Drei Fahrzeuge stehen den Henrichenburger Feuerwehrleuten zur Verfügung: zwei Löschfahrzeuge LF10 und LF16 sowie ein Mannschaftswagen.
„Rund 40 Mal im Jahr kommen wir zum Einsatz. Dazu zählten in der jüngsten Vergangenheit etwa der Brand in einem Tanklager in Habing-horst sowie ein Dachstuhlbrand in Henrichenburg“, zieht Holtkotte Bilanz. „Mal passiert drei bis vier Wochen nichts. Dann kommt es aber vor, dass wir zwei oder drei Mal am Tag gefordert sind.“ Zum Einsatzgebiet des Löschzuges Henrichenburg gehört auch die Autobahn A2.
Die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr erfolgt auf zwei Wegen. „Einmal per SMS und dann über den Funkmeldeempfänger mit einer so genannten Klartextmeldung. Da steht dann drin, was, wann, wo passiert ist.“
Berühungspunkte mit der Rettungswache, die ebenfalls in dem Gebäude untergebracht und 24 Stunden rund um die Uhr besetzt ist, gibt es nur sporadisch, meistens donnerstags. „Da haben wir alle 14 Tage unseren Übungsabend.“
„Wenn es einen Einsatz gibt, sind die Leute von der Rettungswache schnell weg. Wir müssen ja erst von daheim oder von der Arbeitsstelle zum Feuerwehrgerätehaus“, schildert Holtkotte den Einsatzfall.
Doch auch wenn es keinen Alarm gibt, haben die Feuerwehrleute zu tun. Zu den regelmäßigen Aufgaben zählt etwa die Wartung der Atemschutzgeräte. „Masken und Geräte werden an der Hauptwache getauscht. Das gilt ebenso für die Schläuche.“
Außerdem steht die Fahrzeugpflege auf dem „Stundenplan“ des Löschzuges. „Die Fahrzeuge werden per Hand gewaschen. Wegen der zahlreichen Sonderaufbauten können sie nicht in die Lkw-Waschanlage.“

Sirenenalarm

Damit sich auch die Menschen in Henrichenburg und darüber hinaus ein Bild von der neuen Wache machen können, lädt der Löschzug am Samstag (24. April) zum Tag der offenen Tür ein. Von 12 bis 18 Uhr haben Interessierte Gelegenheit, Fahrzeuge und Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr kennenzulernen.
Zum Start haben sich die Henrichenburger etwas Besonderes einfallen lassen. Holtkotte: „Offizielles Startzeichen ist ein Sirenenalarm. Zum ersten Mal kommt die alte Sirene wieder zum Einsatz.“ Und zur Stärkung gibt es Erbsensuppe aus der Gulaschkanone des THW.
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