Marketing-Preis für die Firma Klostermann

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Preisübergabe mit Stifter Matthias Zimmer (v.l.), den Brüdern Thomas und Hans-Martin Klostermann sowie Bürgermeister Johannes Beisenherz.

Dass Castrop-Rauxel, wie es so schön heißt, „ein Dorf“ ist, wurde am gestrigen Abend bei der Verleihung des 16. Marketing-Preises im Casino der Sparkasse Am Markt deutlich. Gastredner Hans- Peter Villis konnte seinem ehemaligen Schulfreund Hans-Martin Klostermann zum Marketing-Preis gratulieren. Die beiden hatten am Adalbert-Stifter-Gymnasium Abitur gemacht.

Hans-Peter Villis (bis vor einigen Wochen Vorstandsvorsitzender des Stromkonzerns EnBW) ist Aufsichtsratsvorsitzender des VfL Bochum. „Seinen“ VfL gibt es genauso lange wie das Merklinder Stahlbauunternehmen Otto Klostermann GmbH: seit 1848.

„Bereits in fünfter Generation dreht sich hier alles um Stahl. Hier wird gebogen, gekantet und geschnitten“, sagte Bürgermeister Johannes Beisenherz in seiner Laudatio. Das Unternehmen, geführt von den Brüdern Thomas, Hans-Martin und Christian Klostermann, gehört zu den ältesten stahlverarbeitenden Betrieben im Ruhrgebiet. „Klostermann“ produziert Profile für den Brücken-, Schiffs- und Krahnbau, ist aber auch im Bagger- und Waggonbau zu Hause. „Die größte Abkantpresse Europas steht bei den Klostermännern. Die Kosten alleine für die Abkantpresse in Höhe von fünf Millionen Euro sind Zeichen des unternehmerischen Mutes, aber auch der Weitsicht und langfristigen Sicherung des Betriebes“, würdigte der Bürgermeister die Arbeit an der Merklinder Straße.

Der Marketing-Preis (insgesamt wurden zwölf Vorschläge eingereicht) wurde auch in diesem Jahr von Altstadtjuwelier Matthias Zimmer entworfen und gestiftet. Hans-Peter Villis überreichte den Klostermann-Brüdern noch ein weiteres Geschenk: zwei Bochum-Trikots mit der Aufschrift „Bochum-1848-Klostermann.“ Villis, selbst Castrop-Rauxeler, hatte zuvor als Gastredner über „Energie, Marketing und Image“ gesprochen. Auch die Europastadt müsse weiter „ganz wesentlich“ an ihrem Image arbeiten, sagte er. Oft hätten Außenstehende ihr vorgefertigtes, negatives Bild von Castrop-Rauxel erst geändert, als sie „vor Ort ihre Erfahrungen gemacht haben und sahen, wie die Menschen hier ticken.“
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