Erinbrücke: An die Substanz gehen

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Im kommenden Jahr soll die Erinbrücke saniert werden und einen neuen Korrosionsschutz erhalten. (Foto: Thiele)

Noch vor diesem Herbst sollte die Erinbrücke über den Altstadtring saniert werden, da die Oberflächenbeschichtung in die Jahre gekommen sei, kündigte EUV-Chef Michael Werner vor zwei Monaten an. Doch nun werden die Arbeiten aufs kommende Jahr verschoben.

„Da waren wir zu euphorisch“, räumt Werner jetzt auf Stadtanzeiger-Nachfrage ein. Zwar lagen schon im September die Angebote von drei Firmen zur Instandsetzung der Beschichtung vor, „aber alle drei haben gesagt, dass eine Sanierung der Oberflächenbeschichtung allein uns nicht weiterbringt“. Stattdessen müssten die Sanierungsarbeiten mehr an die Substanz der Stahlbrücke gehen. Das bedeutet Korrosionsschutz, bei dem die Fußgängerbrücke mit Sandstrahl bestrahlt, danach entrostet und zum Schluss neu angestrichen wird.
Im Anschluss soll dann auch eine neue Beleuchtung installiert werden, nachdem die bisherige bereits vor ein, zwei Jahren abgerüstet worden ist. „Wir haben die neue Beleuchtung schon daliegen, aber wir können sie erst installieren, wenn der Korrosionsschutz erfolgt ist“, so Werner.
Der EUV-Chef geht davon aus, dass die Erinbrücke während der Sanierungsarbeiten so eingehaust wird, dass der Verkehr auf dem Altstadtring darunter fahren kann. Auch die Möglichkeit, dass Fußgänger den Übergang vom Einkaufszentrum Widumer Platz zum Erin-Park trotz der Sanierung nutzen können, „will ich nicht ausschließen“, so Werner.
Doch solche Planungen sowie beispielsweise Gespräche mit Besitzern der angrenzenden Grundstücke, die zuvor geführt werden müssten, nähmen Zeit in Anspruch. Daher steht noch nicht fest, wann die Sanierung des sogenannten Krickestegs im kommenden Jahr erfolgen wird.
Dies hängt außerdem von der Haushaltssituation ab. „Die Finanzierung der Sanierung wird im Rahmen der Unterhaltung geschehen. Sie ist nicht investiv“, erläutert der EUV-Chef.
Mit einer Summe von 420.300 Euro steht die Sanierung der Erinbrücke auf der Kostenübersicht, die im vergangenen Jahr bei der Nebenprüfung aller städtischen Brücken erstellt wurde. Ob sich an der Höhe der Kosten nun etwas ändert, ist noch unklar. „Die Summe wird anzupassen sein – nach oben oder nach unten, aber da möchte ich mich jetzt nicht festlegen“, so Michael Werner.
Auch wenn eine umfangreiche Sanierung der Erinbrücke auf sich warten lässt, sollen in diesem Jahr noch kleinere Instandsetzungsarbeiten erfolgen. Zum einen sollen Entwässerungsmulden ausgebessert werden, die seitlich am Brückengeländer entlang laufen. „Denn derzeit läuft Wasser an Stellen, an denen es nicht laufen soll“, erklärt Werner. Zudem müsse die Absturzsicherung ersetzt werden. Ein entsprechender Auftrag sei bereits vergeben, so dass die Arbeiten in den nächsten Tagen beginnen könnten.
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