Feuerwehr: Jugend ja, Kinder nein

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Wie an der B 235 in Merklinde werben an 19 weiteren Orten große Plakate für den Einsatz bei der Feuerwehr.

Die Feuerwehr ist immer auf der Suche nach Nachwuchskräften. Mit großflächigen Plakaten werben jetzt Innenministerium und Verband der Feuerwehren (VdF) NRW für ein Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr. Auch in der Europastadt hängen an 20 Standorten Werbeplakate.

Landesweit sollen 2.000 Plakate Lust machen auf ein Engagement bei der Feuerwehr. Die Aktion ist Teil der Kampagne "Feuerwehrensache", mit der dem weiteren Rückgang der Mitgliederzahlen begegnet werden soll.

Aktuell gibt es in der Europastadt 71 hauptamtliche Feuerwehrleute. Dazu kommen fünf freiwillige Löschzüge mit 171 Kräften sowie vier Jugendfeuerwehren mit 54 Mitgliedern.

Zwar hat das Land Nordrhein-Westfalen zum 1. Januar 2016 erstmalig die gesetzliche Grundlage für die Schaffung von Kinderfeuerwehren mit Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren geschaffen. Eine solche Kinderfeuerwehr, mancherorts "Löschzwerge" genannt, wird es aber in Castrop-Rauxel in absehbarer Zeit nicht geben. Michael Meissner, Pressesprecher der Feuerwehr: "Grundsätzlich wäre das eine gute Idee zur Gewinnung von Nachwuchskräften. Aber hierzu steht geeignetes und entsprechend für diese Zielgruppe pädagogisch geschultes Personal, das diese Tätigkeit noch zusätzlich zur sonstigen haupt- oder ehrenamtlichen Arbeit leisten müsste, nicht zur Verfügung."

In Dortmund, Bochum und Herne mit zum Teil großen Berufsfeuerwehren gebe es ebenfalls keine Kinderfeuerwehren. Im gesamten Regierungsbezirk Münster unterhielten mit Dülmen, Tecklenburg und Warendorf lediglich drei Kommunen Kinderfeuerwehren.
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