Henrichenburg: Stadt behält Kita-Pläne bei

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Als Ersatz für die AWO-Kita Henrichenburg an der Hedwig-Kiesekamp-Straße soll ein Neubau auf dem Gelände des alten Friedhofs entstehen. (Foto: Möhlmeier)

Die Stadtverwaltung hat vor, die AWO-Kindertageseinrichtung Henrichenburg an der Hedwig-Kiesekamp-Straße wie geplant auf einem Teil des ehemaligen Friedhofes in Henrichenburg zu errichten. Nach der Bürgerversammlung vor zwei Wochen habe man mehrere Alternativen geprüft und verworfen, wie der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt während eines Pressegesprächs erklärte.

Geprüft wurden sowohl ein Alternativstandort an der Grundschule Alter Garten als auch drei weitere an der Hedwig-Kiesekamp-Straße. „Beim Standort Alter Garten müssten die Kinder auf die andere Seite der B235 wechseln“, so Dobrindt. Bisher sei der Einzugsbereich der Kita so, dass Eltern und Kinder sie zu Fuß erreichen könnten. Daher sei eine Verlegung aus städtebaulichen Gesichtspunkten kontraproduktiv.
Bei der von Kirsten und Frank Boente vorgeschlagene Variante vom jetzigen Kita-Standort weiter aufs ehemalige Friedhofsgelände zu rücken, „müssten wir in den alten Baumbestand eingreifen“, so Dobrindt. Außerdem würde eine große Baulücke entstehen, „die danach ruft, bebaut zu werden“.

Alternativen geprüft

Eine weitere Alternative betrifft eine an das Kitagrundstück angrenzende Privatfläche eines Landwirts. Genau wie bei der Variante Alter Garten müsse dazu ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden, was Auswirkungen auf den zeitlichen Aspekt habe, sagte Dobrindt. Außerdem gebe es bei dieser Variante genau wie beim jetzigen Kitastandort eine lange Wegesituation zwischen der neuen Kita und den Parkplätzen an der Straße.
Eine andere Variante, die an die Stadtverwaltung herangetragen worden sei, sehe vor, das neue Kitagebäude auf der Fläche des jetzigen Spielplatzes zu errichten. „Der Nachteil hierbei ist, dass es dann während der Bauzeit keine Außenfläche gibt“, so Dobrindt. Zudem müsse die Baustelleneinrichtung auf einer südlichen Fläche eingerichtet werden, die man erhalten wolle, ergänzte Philipp Röhnert, Leiter des Bereichs Stadtplanung und Bauordnung.
Die Bebauung des ehemaligen Friedhofes entsprechend der ursprünglichen Planung des Kita-Neubaus sei aus Sicht der Stadtverwaltung vertretbar, erklärte Dobrindt. Die letzte Beerdigung sei Anfang der 1950er Jahre erfolgt, und die Zentralrendantur Datteln habe geklärt, dass es keine Nutzungsrechte von 99 Jahren, wie sie während der Bürgerversammlung zur Sprache kamen, gebe. Was noch einmal geprüft werden solle, sei die Frage, ob die Fläche formal entwidmet worden sei. „Deswegen ist die Zentralrendantur im Gespräch mit dem Regierungspräsidenten“, so Dobrindt.

Bürger können Einsicht nehmen

Um diese Planung weiterzuverfolgen, steht als nächster Verfahrensschritt in der nächsten und übernächsten Woche für Bürger die Möglichkeit an, den Satzungsentwurf und die Vorentwürfe des Investors im Planungsamt einzusehen und Stellungnahmen abzugeben. „Während der Sitzung des Bauausschusses im August soll dann ein Offenlegungsbeschluss vorgelegt werden, um die förmliche Bürgerbeteiligung einzuleiten“, erläuterte Röhnert. Sie wird den Bürgern im September oder Oktober erneut die Chance bieten, die Unterlagen einzusehen. Im November soll dann der Ratsbeschluss erfolgen, der einen sofortigen Baubeginn ermögliche.
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