Dinslaken: Über 13.000 Besucher kamen zum Fantastival

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NA-Talk mit Lea Eickhoff bei Eis und heißem Lesestoff.
 
Auch Gentleman wurde im Burgtheater gefeiert! Foto: Heinz Kunkel.
Persönliche Fantastival-Nachlese 2015 mit Freilicht-AG-Geschäftsführerin Lea Eickhoff .

Ein bisschen geschafft ist Lea Eickhoff schon. Aber auch stolz auf einen neuen Besucher-Rekord: 13.080 Besucher (2014: 10.200) kamen in diesem Jahr nach Dinslaken ins Burgtheater und in den Burginnenhof!

Es ist Leas viertes Fantastival-Jahr und wie sie findet, ein besonders glückliches. Das Wetter war zwar gemischt und bot alles auf, was der Niederrhein so an nassen Sachen drauf hat.

Aber insgesamt waren die Vorstellungen trocken.
Kabarettist Jochen Malmsheimer hatte so in diesem Jahr den feuchtesten Abend an der Backe. Was ihn zu Höchstleistungen anspornte: Als es aus Eimern goss, holte er kurzerhand sein Publikum unter das schützende Bühnendach und bestritt umjubelt, im wörtlichen Sinne Auge in Auge mit dem Publikum, die wohl intensivste Vorstellung seines Lebens.

Besondere Highlights der diesjährigen hochkarätigen Mischung aus Literatur (Wladimir Kaminer), Kabarett (Jochen Malmsheimer), junger Klassik (Berolina Ensemble), Musical und Weltmusik u.a. auch Konstantin Wecker und Herbert Knebel samt Affentheater, waren die Konzerte mit Milow und Gentleman.

Hier konnte das Burgtheater auch wetterbedingt wieder seinen geballten Charme entfalten, der Publikum und Künstler an lauen Sommerabenden unter sanft rauschenden Bäumen in einem unglaublichen Gemeinschafts-Erlebnis vereinte. Es funkte gewaltig zwischen Bühne und Publikum. Umjubelte Konzerte mit Gänsehautfeeling auf beiden Seiten. Und solche Erlebnisse lassen dann auch Künstler, die sonst vor weit größerem Publikum spielen, immer wieder gern nach Dinslaken zurück kommen.

Direkter Kontakt zum Publikum ohne breiten Fotograben und Security-Sperrzone. Eben so, wie es die heutigen Stars noch aus ihren Anfängen kennen.

Das Freilicht AG-Modell
existiert nun ungebrochen seit Gründung vor bald 20 Jahren: Ermöglicht durch bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne. Und finanziert durch die Ausgabe von „Kultur-Aktien“ , die noch immer den Grundstock von damals in D-Mark 150.000 DM / heute rund 75.000 Euro bilden. Dazu kam kürzlich eine Kapital-Erhöhung durch die Ausgabe weiterer Aktien über 50.000 Euro.

Damit wirtschaftet die Freilicht AG und finanziert das jährliche Fantastival in Dinslaken. Das kann sie, weil viele weitere organisatorische Aufgaben durch ehrenamtliche Helfer finanzschonend übernommen werden.

Außerdem konnten im Laufe der Jahre immer mehr kulturell-engagierte Firmen der Region als Sponsoren gewonnen werden. Einzigartig in Deutschland.

Ein Modell, das kürzlich auch durch NRWs Innenminister Ralf Jäger gewürdigt wurde.

Lea Eickhoff ist als Geschäftsführerin die einzige Angestellte der Freilicht AG: „Natürlich ist es dem Publikum erstmal egal, ob es von Ehrenamtlichen betreut wird. Hauptsache, es klappt alles. Aber man hat schon einen anderen Blick auf die Dinge, wenn man weiß, dass hier engagiert für die Sache gearbeitet wird. Besonders die Künstler und deren Manager empfinden den Unterschied als wohltuend.“

Nach dem Fantastival ist vor dem Fantastival

Natürlich ist Lea Eickhoff schon in der Planung für 2016.
Und natürlich wird nichts verraten, was noch nicht in „trockenen Tüchern“ ist. Wir sind gespannt. cd
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