Mit den HIESPIELCHEN die Spiele des Jahres kennenlernen

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Der Spielekreis HIESPIELCHEN hatte zu einer besonderen Spielevorstellung eingeladen.
 
Im ev. Gemeindehaus an der Kirchstraße konnten alle drei Kandidaten zur Wahl "Spiel des Jahres 2014" gespielt werden.
 
Ebenso die drei für das "Kennerspiel des Jahres 2014" nominierten Spiele lagen zum Spielen bereit.

Samstag vor dem WM-Finale, aber auch vor der Wahl Spiel des Jahres - im evangelischen Gemeindehaus an der Kirchstraße in Hiesfeld hatte der Spielekreis HIESPIELCHEN zum Testen der nominierten Spiele eingeladen und ein halbes Hundert Spielefreunde hatten sich eingefunden.





Nach dem positiven Verlauf der beiden Spielevorstellungen der zur Wahl Kinderspiel des Jahres 2014 (blauer Pöppel) nominierten Spiele in den beiden Kitas der evangelischen Kirchengemeinde Hiesfeld (siehe Bericht hierzu im Lokalkompass) hatte ich mich kurzfristig entschlossen am Samstag vor der Pressekonferenz der "Jury Spiel des Jahres" in Berlin in der Gemeinde auch die Kandidaten für den roten und anthraziten Pöppel vorzustellen. Um 13:30 Uhr bauten die noch nicht im Urlaub befindlichen Hiespielchen die Kandidaten im Saal des Gemeindehauses an der Kirchstraße auf. Auf dem Plakat mit der Ankündigung der Veranstaltung neben den Bildern dieser sechs Spiele, Bilder weiterer Spiele aus den Empfehlungslisten der Jury und die bereits gekürten Kinderspiele dieses Jahres, die ebenfalls zum Spielen bereit lagen.


Trotz des schönen Sommerwetters und den Sommerferien in NRW kamen um 14:00 Uhr die ersten Familien. Ich führte eine Familie direkt an den Tisch mit dem Zockerspiel "Camel up", erschienen bei eggertspiele im Vertrieb von Pegasus. Bei diesem lustigen Kamelrennen hat man immer vier Möglichkeiten. Entweder würfelt man mit der Pyramide und bewegt das entsprechende Kamel um 1, 2 oder 3 Felder vorwärts und bekommt dafür am Ende eines Durchgangs 1 ägyptisches Pfund. Oder man legt sein Wüstenplättchen, dass die Kamele entweder 1 Feld vor oder zurück schickt und einem 1 äg. Pfund beschert, wenn nach dem Würfeln jemand darauf landet. Beim Laufen tragen die Kamele übrigens andere Kamele, die darüber liegen. Geht es vorwärts springt man auch auf Kamele des erreichten Feldes, geht es jedoch rückwärts, muss man unter die dort stehenden Kamele. Ja und dann kann man noch wetten. Auf das Kamel, dass am Ende eines Durchgangs (wenn jedes Kamel durch Würfeln einmal bewegt wurde) führt und wenn es Richtung Ziel geht (das Rennen endet sofort, wenn ein Kamel die Ziellinie überschreitet) kann auf das tolle (Sieger) und das olle (Letzter) Kamel gewettet werden. Wer zu erst wettet, bekommt einen höheren Gewinn, falsche Tipps kosten 1 äg. Pfund. Wer zum Schluß das meiste Geld hat, gewinnt. 2 - 8 Zocker können sich an diesem Kamelrennen beteiligen.


Silvia erklärte "Splendor", das Spiel um das Sammeln von Edelsteinen, um zum größten Edelsteinhändler zu werden, vom Verlag Space Cowboys im Vertrieb von Asmodee. Der einfache Mechanismus, Edelsteine nehmen, mit diesen später Karten kaufen oder Karten für ein Goldstück (Jokeredelstein) reservieren ist schnell erklärt und wer nach kurzer Spieldauer als Erster 15 Siegpunkte erreicht, hat gewonnen. Punkte gibt es für seltene Edelsteine und wenn Adlige zu Besuch kommmen, weil man eine bestimmte Anzahl Edelsteinkarten gekauft hat. Meist bleibt es nicht bei nur einer Partie der zwei bis vier Edelsteinsammler und am Ende dieses Spielenachmittags hatten auf Splendor die meisten Besucher und Hiespielchen als Favorit für den roten Pöppel getippt.


Den dritten nominierten Titel für den roten Pöppel, "Concept", erschienen bei Repos Productionn und ebenfalls im Vertrieb bei Asmodee, erklärte Bernd. Ein Spiel mit einem ganz neuen Mechanismus für bis zu 12 Spieler/innen. Piktogramme helfen, einen gesuchten Begriff zu finden.
Steht das Fragezeichen z.B. auf Gebäude und ein farbgeicher Würfel auf dem Baustoff Stahl. Zur weiteren Erklärung kann man dann noch ein Ausrufezeichen auf das Symbol Land/Flagge stellen und farbgleiche Würfel auf die Farben der Tricolore. Meist kommt dann schnell die Antwort "Eiffelturm". Schwieriger wird es schon, wenn man z.B. "Hans guck in die Luft" erklären soll. Aber auch das hat der Kreis um Bernd gemeistert. Ein Spiel für kreative Runden und ob wer wieviele Siegplättchen bekommt, war nicht so wichtig. Miteinander Spaß haben beim Raten oder Erklären stand im Mittelpunkt.


Während die nominierten Spiele für den roten Pöppel in einer halben bis dreiviertel Stunde erklärt und gespielt sind, bedarf es bei den Spielen für den anthraziten Pöppel schon eine längere Zeit für das Erklären und eine Spieldauer von einer bis zu zwei Stunden. Der Preis heißt nicht umsonst Kennerspiel.


Frank erklärte "Istanbul", erschienen bei Pegasus. Das Spiel um das Sammeln von Rubinen auf dem Basar von Istanbul war in diesem Jahr eines der Finalspiele bei bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Brettspiel im Mai in Herne. Als Kaufleute bewegen sich die 2 - 5 Spieler im Bazar (ein individuell änderbarer Spielplan) mit Feldern zum Erwerb von Waren und diversen anderen Aktionen mit dem Ziel, als Erster eine bestimmte Anzahl von Rubinen zu ergattern. Wer dabei die günstigsten Wege findet, wird am Schluss die Nase vorn haben. Am Ende bekam dieses Spiel in Hiesfeld die meisten Punkte der drei Kandidaten für den Titel Kennerspiel des Jahres 2014. Bei einer Spieldauer von einer Stunde konnten auch mehrere Gruppen es ausprobieren.


Frank war auch Erklärer für die beiden anderen Kandidaten. "Concordia", erschienen beim PD-Verlag im Vertrieb vom Heidelberger Spieleverlag. Bei diesem Wirtschaftsspiel rund ums Mittelmeer agieren 2 - 5 Strategen ca. 90 Minuten. Bei eggertspiele, im Vertrieb von Pegasus , ist der dritte Kandidat "Rokoko" erschienen. In Frankreich zur Zeit von Ludwid dem XV. agieren die 2 - 5 Spieler bis zu zwei Stunden als Schneidermeister. Sie kaufen Stoffe und Zubehör, stellen Lehrlinge und Gesellen ein und versuchen die Kunden in den Festsälen einzukleiden. Wer mit seinen Kleidern viel Prestige erlangt, wird zum Schluss den besten Schneidersalon in Paris besitzen.


Nicht alle Besucher tippten an diesem Nachmittag, da für manche die Zeit zu kurz war, um alle Kandidaten kennen zu lernen. Außerdem gab es noch die Möglichkeit, Spiele der Empfehlungslisten der Jury zu testen. Beim roten Pöppel waren es "Voll Schaf" von HUCH & friends, "Love Letter" von Pegasus Spiele, "Potato Man" von Zoch Spiele und "Sanssouci" von Ravensburger. Beim anthraziten Pöppel waren es die Spiele "Guildhall" von Pegasus Spiele, "Amerigo" von Queen Games und "Russian Railroads" von Hans im Glück im Vertrieb von Schmidt Spiele. Insbesonders "Voll Schaf" wurde wegen seiner kurzen Spieldauer von 15 Minuten gerne mal zwischendurch gespielt.


Am Montag war Deutschland dann Fussballweltmeister und die Spielefans verfolgten die Pressekonferenz der Jury Spiel des Jahres in Berlin erstmals als livestream auf der Homepage der Jury. Zum Spiel des Jahres 2014 wurde "Camel up" und zum Kennerspiel des Jahres 2014 "Istanbul" gewählt. Beidesmal stand ein Vertreter von Pegasus auf der Bühne, bei "Camel up" zusammen mit Peter Eggert von eggertspiele. Die Pressefotos der Jury zeigen beide Autoren mit dem Siegerpöppel, Steffen Bogen für "Camel up" und Rüdiger Dorn für "Istanbul". Wenn wir noch einmal auf die Tippliste der Veranstaltung des Spielekreises HIESPIELCHEN schauen, dann lagen die Besucher bei "Istanbul " richtig.


Für die kleinen Besucher des Nachmittags lagen folgende Spiele bereit: Das Kinderspiel des Jahres 2014 "Geister, Geister, Schatzsuchmeister" von Mattel Games, "Richard Ritterschlag" und "Feuerdrachen" von HABA, "Flizz & Miez" von Stadlbauer, "Gruselrunde zur Geisterstunde" von Ravensburger und "Speed Cups" von Amigo Spiele. Das soeben erschienene "Speed Cups 2" wurde nicht nur von den Kleinen begeistert ausprobiert. Die bunten Becher müssen jetzt nicht nur nebeneinander oder gestapelt aufgestellt werden, sondern dreidimensional. Da steht dann z.B ein Astronaut vor seiner Rakete oder ein Gewichtheber mit seiner Hantel.


Last but not least das von der Jury Spiel des Jahres nicht berücksichtigte "Abluxxen" von Ravensburger, schon beim Spieleseminar in Bad Holzhausen ein gerngespieltes Kartenspiel der besonderen Art. Die Spieleakademie in Wien hat ihm den Titel "Spiel der Spiele" verliehen.
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