Dinslaken: Rat beschließt Spielplatz-Etat 2015

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Ortstermin am Spielplatz Rutenwall mit Kultur- und Sozial-Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann und Nicole Mehring (Spielplatzplanung).
In der vorletzten Ausgabe berichtete der Niederrhein Anzeiger über den schlechten Zustand einiger Spielplätze in Dinslaken.


Zahlreiche Eltern und Großeltern, die während des langen Kita-Streiks wieder öfter mit ihren Kindern Spielplätze aufsuchten, waren doch sehr negativ von dem überrascht, was sie auf einigen Plätzen vorfanden: Schmutziger Sand, kaputte Spielgeräte, abgehängte Schaukeln und fehlende Seilbahnsitze. Auch der Vorsitzende des Jugendhilfe-Aussschusses Thomas Giezek schlug Alarm, weil sich zudem auf einigen dieser Plätze auch noch giftige Pflanzen breit gemacht hatten. Entsprechende Fotos zur Bestandsaufnahme hatte er auch schon vor längerem im Rat vorgelegt.

Die gute Nachricht:
Nach dem NA-Bericht hat der Jugendhilfe-Ausschuss im Rathaus getagt und einen Etat von nun insgesamt über 200.000 Euro für Spielplätze beschlossen.
Dank an alle Entscheider im Namen der Kern-Zielgruppe: Der rund 7000 Dinslakener Kinder zwischen 2 und 14 Jahren!

Die schlechte Nachricht:
Personell wird sich beim DIN-Service (im Zuständigkeitsbereich von Stadtkämmerer und Baudezernent Thomas Palotz) allerdings nichts tun. Denn zusätzliche Stellen gibt die aktuelle Haushaltssituation der Stadt einfach nicht her.

Wir sprachen mit der Ersten Beigeordneten und Kultur- und Sozialdezernentin Christa Jahnke-Horstmann über die Spielplatzsituation in Dinslaken. Wo?
Natürlich auf einem städtischen Spielplatz!


Auf einem besonders schönen Spielplatz am Rutenwall. Auf den die Stadt zu Recht mal stolz sein kann. Während wir reden, spielen und klettern Kinder begeistert auf den Spielgeräten oder buddeln hingebungsvoll im nagelneuen Sand.
Wie oft kontrolliert der DIN-Service die Spielplätze?

Christa Jahnke-Horstmann:
Einmal die Woche wird auf allen 83 Spielplätzen eine Sichtkontrolle durchgeführt.
Monatlich wird eine Bestandsaufnahme der Geräte gemacht und einmal jährlich wird bei der Hauptuntersuchung jede Schraube nachgedreht. Und auf 10 Spielplätzen pro Jahr wird der Sand ausgetauscht.

Ich halte die Dinslakener Spielplätze für sicher! Wir haben in der Tat auf Grund der schwierigen Haushaltslage und der damit verbundenen dünnen Personaldecke beim DIN-Service nicht die Möglichkeiten, die wir gerne hätten, alles so in Schuss zu halten, wie es wünschenswert wäre. Und so suchen wir auch immer wieder Spielplatz-Paten, die „ihre Spielplätze“ im Blick haben und melden, wenn was kaputt ist. So wie das auch erfolgreich in anderen Städten praktiziert wird.

Spielplatz-Paten-Interessenten können sich bei Nicole Mehring melden, unter Telefon: 02064-66-407 oder E-Mail: nicole.mehring@dinslaken.de


Vom Leiter des Fachdienstes Grünflächen, Heinz Tembergen erfährt man, dass eigentlich sechs Mitarbeiter für die Spielplatz-Betreuung zuständig sind. Beim DIN-Service wiederum hört man, dass davon leider zwei erkrankt wären.

(Text: cd)
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